
Eine wunderschöne Einzimmerwohnung für Familie Trauerschnäpper.
Warum brauchen Vögel Nistkästen?
Das werden wir oft gefragt. Der Grund ist, dass Nistmöglichkeiten für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter stark zurückgehen. In München werden aufgrund der Verkehrssicherheit viele alte Bäume gefällt, da sie für Menschen eine Gefahr darstellen. Damit gehen Höhlen und Spechtlöcher verloren, in denen die Vögel ihre Nester bauen können. Den Verlust an natürlichen Nistgelegenheiten gleichen wir durch unsere Kästen für unterschiedlichste Vogelarten aus.
Eine Kinderstube, auch für Überraschungsgäste
Übrigens: Nicht alle Vögel nutzen Nisthilfen. Amseln oder Drosseln bauen ihr Nest lieber „offen“ in die Hecke. Typische Nistkastenbewohner sind Meisen, Sperlinge oder Kleiber, aber auch seltene und gefährdete Arten.
Nistkasten ist nicht gleich Nistkasten. Während einige Vogelarten weniger wählerisch sind (z.B. Kohlmeisen), schauen andere bei der Auswahl ihrer Kinderstube ganz genau hin (z.B. Gartenrotschwanz). Und natürlich spielen auch die Vogelgröße und die Anforderungen an die Umgebung eine entscheidende Rolle. Mit unseren unterschiedlichen Kästen und Aufhängungsorten unterstützen wir häufige Arten, aber auch selten gewordene Gäste wie Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, Hohltaube, Wasseramsel und alle in München vorkommenden Eulenarten. Gebäudebrüter wie Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben oder Haussperlinge werden über eine eigenen Abteilung des LBV München gefördert.
Vogelnistkästen werden auch gerne von Untermietern wie Gelbhalsmäusen, Siebenschläfern, Fledermäusen, Hornissen oder Wespen genutzt. Vor der Reinigung der Kästen zwischen Oktober und Februar klopfen wir immer höflich an, um niemanden zu erschrecken. Die kleinen Gäste belassen wir in Unterschlupf und reinigen erst dann, wenn sie ausgezogen sind.
Was erwartet uns in der Brutsaison 2025?
Neben den typischen Nistkastengästen wie Kohl- oder Blaumeisen freut sich unser "AK Nistkästen" auf die Rückkehr vieler Zugvogelarten im Frühjahr. Dazu gehören der Hausrotschwanz (Vogel des Jahres 2025) oder der Star – beides Arten, die wegen des milderen Klimas zunehmend auch bei uns überwintern.
Besonders interessant wird die Beobachtung aller Kästen, die wir speziell für in München selten gewordene Arten aufgehängt haben: Reichlich Nachwuchs bei Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper wäre ein echtes Nistkasten-Highlight 2025!
