Den Buntspecht haben sicher die meisten von Ihnen schon mal gesehen … oder zumindest gehört, denn er ist besonders vom Spätwinter bis in den Frühling hinein ein fleißiger Trommler. Doch es gibt weitere Spechtarten in München Stadt und Landkreis! Schauen Sie mal, welche Sie entdecken – sei es mit den Augen oder mit den Ohren.

© Ingo Rittscher
Der häufigste: Buntspecht
- Größe: 22 bis 24 cm
- Beobachtungszeit: ganzjährig
- Beobachtungsorte: In Parks, Gärten und Wäldern; seine Nahrung pickt er aus Baumrinden, er kommt aber auch gerne an Futterstellen
- Besondere Merkmale: Trommeln und Hacken an Bäumen und auch an Gebäudefassaden
- Geschlechter: Männchen mit rotem Fleck am Hinterkopf, Weibchen ohne

© Rosl Rössner
Der auffälligste: Grünspecht
- Größe: 30 – 36 cm
- Beobachtungszeit: ganzjährig
- Beobachtungsorte: Waldränder, Parks und größere Gärten; seine Nahrung sucht er meist am Boden, Ameisen sind seine Leibspeise
- Besondere Merkmale: Lautes kehliges Lachen; helle Augen
- Geschlechter: Beide Geschlechter mit rotem Scheitel; Männchen mit rotem Bartstreif, Weibchen ohne

© Rosl Rössner
Der größte: Schwarzspecht
- Größe: 40 – 47 cm
- Beobachtungszeit: ganzjährig
- Beobachtungsorte: Größere Mischwälder und Parks mit altem Baumbestand (z.B. Englischer Garten); seine Nahrung hackt er aus Holz und Totholz
- Besondere Merkmale: Lautes Trommeln; sehr scheu und eher zu hören als zu sehen
- Geschlechter: Männchen mit durchgehend rotem Scheitel, Weibchen mit rotem Fleck am Hinterkopf

© Andreas Hartl
Der kleinste: Kleinspecht
- Größe: 14 – 16 cm
- Beobachtungszeit: ganzjährig
- Beobachtungsorte: Laubwälder, Parks und Auen (z.B. Isarauen), gerne in der Nähe von Gewässern; seine Nahrung pickt er aus Baumrinden
- Besondere Merkmale: ein Winzling (gerade mal so groß wie ein Spatz); selten
- Geschlechter: Männchen mit durchgehend rotem Scheitel, Weibchen ohne

© Rosl Rössner
Der seltenste: Mittelspecht
- Größe: 19 – 22 cm
- Beobachtungszeit: ganzjährig
- Beobachtungsorte: Laubwälder mit reichlich Alt- und Totholz (z.B. Isarauen); seine Nahrung pickt er aus Baumrinden
- Besondere Merkmale: sehr selten bei uns; gilt als „Urwaldreliktart“
- Geschlechter: Männchen mit intensiv rotem Scheitel, beim Weibchen blasser

© Ansgar Forster
Der gefährdete: Grauspecht
- Größe: 27 – 32 cm (etwas kleiner als der Grünspecht)
- Beobachtungszeit: ganzjährig
- Beobachtungsorte: Parkanlagen, Laub-, Misch- und Auwälder mit morschen Laubbäumen (z.B. an der Würm); seine Nahrung sucht er oft am Boden
- Besondere Merkmale: in Bayern gefährdet, in Deutschland stark gefährdet; selten
- Geschlechter: Männchen mit kleinem roten Stirnfleck, Weibchen ohne
Weitere Arten, die in München vorkommen können, sind der Dreizehenspecht und der Wendehals. Doch man entdeckt sie bei uns so selten, dass wir sie hier nicht eigens vorstellen.