
Nur das Männchen ist zur Paarungszeit grün gefärbt.
Zauneidechsen sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und werden laut Rote Liste Bayern als „gefährdet“ eingestuft. Durch großflächige Verluste von Habitaten und deren Zerschneidung gehen die Bestände deutlich zurück. Als wandernde Art braucht die Echse nicht nur geeignete Lebensräume, sondern auch Vernetzungsachsen, die diese Flächen verbinden. LBV-Amphibien- und Reptilien-Experte Christian Köbele sorgt gemeinsam mit unserem Biotoppflege-Team und ehrenamtlichen Helfer/-innen dafür, dass beides in München Stadt und Landkreis erhalten bleibt.

Lebensräume schaffen
In unseren Biotopflächen im Münchner Westen und im Virginia-Depot in Feldmoching-Hasenbergl schaffen wir Sonnenplätze für die wärmeliebende Zauneidechse und stellen sicher, dass diese nicht zuwachsen oder verschatten. Außerdem werden lockere Sandhaufen für die Eiablage aufgeschichtet, die je nach Witterung bereits im Mai beginnen kann. Zur kalten Jahreszeit fällt die Zauneidechse in Winterstarre und zieht sich beispielsweise in Felsspalten, Totholzlöcher oder selbst gebaute Bodenhöhlen zurück.

Vernetzung erhalten
Ganz wichtig für Zauneidechsen sind Verbindungsachsen, über die sich die Individuen von Habitat zu Habitat fortbewegen können. Sie liegen oft entlang von Bahndämmen. Wir setzen uns für den Erhalt von Bahnbiotopen wie beispielsweise in Moosach ein und pflegen diese zum Schutz der gefährdeten Kriechtiere. Werden Lärmschutzmaßnahmen geplant, sorgen wir für den Einbau echsengerechter Durchgänge.
Mit viele großen und kleinen Maßnahmen gelingt es, dass in einem Ballungsraum wie München auch die kleinen grünen Drachen ein sonniges Zuhause finden. Wie jede heimische Art ist die Zauneidechse ein wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Ökosystems, und wir müssen gemeinsam alles dafür tun, um sie zu erhalten.