
Der Hinterbrühler See im Herbst
Im Herbst bietet die Isar ein buntes Naturschauspiel: Von den Brücken präsentiert sich ein wunderbarer Ausblick auf die Auenlandschaft, die nach und nach in bunte Farben eingetaucht wird. Diese Zeit des Jahres steht ganz im Zeichen der Fülle an Früchten und Nüssen. Auch der Hinterbrühler See ist ein kleines Naturjuwel: Neben vielen Zugvogelarten entdeckt man dort im Herbst besondere Heckenpflanzen, darunter wild wachsenden Sanddorn. Der bei uns einst häufige Strauch ist inzwischen selten geworden und bildet im Herbst seine orange leuchtenden Früchte aus.

Warum ist der Herbst so bunt?
Für die verschiedenen Farben der Herbstblätter sind sogenannte Flavonoide verantwortlich – eine Stoffgruppe, die wir bei Pflanzen als rot, gelb, orange und blau wahrnehmen. Flavonoide werden das ganze Jahr über produziert und gespeichert. Solange die Pflanzen im Frühling und Sommer vermehrt grünes Chlorophyll für die Photosynthese herstellen, sehen wir die Flavonoide in den Blättern nicht – die Menge an Chlorophyll überwiegt, alles wirkt satt grün. Erst wenn das Chlorophyll abgebaut wird, kommen die Flavonoide zum Vorschein. Sie dienen den Pflanzen als Frost- und Sonnenschutz und erhöhen die Stresstoleranz.
Tour an der Isar, dem Hinterbrühler See und am Ländkanal
Unsere Tour startet auf der Marienklausebrücke, die mit dem Fahrrad oder ÖPNV gut erreichbar ist. Von dort aus geht es südlich an der Isar entlang bis zur Conwentzbrücke. Wir folgen der Straße kurz nach Norden, um dann über den Ländkanal zum See einzubiegen. Nun kann man nach Belieben um den See spazieren. Für den Rückweg bietet sich der ruhige Fußweg am Ländkanal Richtung Norden an. Die gesamte Strecke ist ca. 3,6 km lang.




Die Isarauen sind gesäumt mit allerlei Hecken, die jetzt ihre Früchte ausbilden – beispielsweise Schlehen, Weißdorn, diverse Rosenarten mit Hagebutten, der bereits erwähnte Sanddorn oder der Gewöhnliche Schneeball, dessen Steinfrüchte schon seit jeher in Sibirien als immunstärkend gelten, roh aber leicht giftig sind. Bitte nur staunen und nicht pflücken, denn Heckenpflanzen und ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für Wintervögel.
Tipp: Vor oder nach der Tour können Sie sich am Flaucherstandl Kiosk mit Getränken und Snacks versorgen. Informieren Sie sich vorab online, ob das Standl geöffnet ist. Für die Wasserflasche gibt es gleich um die Ecke den Holztrogbrunnen mit erfrischendem Münchner Leitungswasser.
