Zum Hauptinhalt springen
Spenden

Fünf tagaktive Falter einfach erkennen und bestimmen

Wissenswertes

Über 1.000 Falterarten gibt es in München – das ist ein Drittel der gesamten bayerischen Falterfauna! In unseren LBV-Biotopen konnte der „Arbeitskreis Schmetterlinge“ auch seltene und gefährdete Arten feststellen, darüber freuen wir uns besonders. Natürlich ist nicht jeder ein Schmetterlingsprofi, aber einige häufige tagaktive Falter kann man auch als Laie gut erkennen. Annette von Scholley-Pfab stellt Ihnen 5 Arten vor:

ADMIRAL (Tagfalter)

  • Schwarze Grundfarbe mit einer breiten roten Binde, die den Körper „umrahmt“
  • Vorderflügel mit unterschiedlich großen weißen Flecken an den Spitzen

Der Admiral war bis vor wenigen Jahren DER typische Wanderfalter. Da die Winter milder werden, zieht ein Teil nicht mehr über die Alpen in den Süden, sondern überwintert bei uns. 

SCHACHBRETT (Tagfalter)

  • Schwarzweiß gefleckt wie ein Schachbrett
  • Hoher Schwarzanteil im Vergleich zu anderen schwarzweißen Schmetterlingen

Das Schachbrett braucht blütenreiche Wiesen mit vielen Nektarpflanzen, reine Wirtschaftswiesen bieten ihm keine Nahrung. 

TAUBENSCHWÄNZCHEN (tag- und nachtaktiver Nachtfalter)

  • Schwirrt wie ein Kolibri von Blüte zu Blüte
  • Saugt mit einem gut 3 cm langen Rüssel Nektar aus langkelchigen Blüten
  • Hinterleib mit einer Art Federschwanz

Das Taubenschwänzchen war früher ein reiner Wanderfalter, inzwischen überwintert es teilweise im Raum München. 

TAGPFAUENAUGE (Tagfalter)

  • Rotbraune Flügelfarbe mit großen „Augen“ auf allen vier Flügeln 

Die Augenflecken schützen das Tagpfauenauge vor Fressfeinden: Bei Gefahr klappt es die Flügel ruckartig auseinander und wirkt dank der Augen wie ein größeres Tier.

ZITRONENFALTER (Tagfalter)

  • Geschwungene, zugespitzte Flügel bei beiden Geschlechtern
  • Männchen kräftig gelb gefärbt
  • Weibchen blass grünlich-weiß  

Der Zitronenfalter ist ein wahrer Überlebenskünstler: Er übersteht Frost bis zu -20 °C und gehört mit 10 bis 12 Monaten Lebenserwartung zu den langlebigsten heimischen Schmetterlingen.

Wer diese und andere Schmetterlinge in den eigenen Garten locken möchte, lässt wilde Ecken mit heimischen Pflanzen und Brennnesseln stehen und schneidet Stauden erst im späten Frühjahr oder Frühsommer. Auch auf dem Balkon gibt es Falterbesuch, wenn Futterpflanzen für Raupen und Nektarpflanzen für Falter zur Verfügung stehen. Viele wertvolle Tipps finden Sie HIER