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Pfeifengrasimpressionen (Fotos von links nach rechts: L. Heilmaier, E. Ehret, U. Schwab).

Biotop am Abfanggraben mit Weidenblättrigem Alant (Foto: Uli Schwab)


Einzelblüte des Weidenblättrigen Alant (Foto: Ernst Ehret)

Weidenblättriger Alant (Foto: Monika Graf)
Der Name Alant ist sicherlich außergewöhnlich und nicht jedem wird diese Pflanze ein Begriff sein.
Beim Spaziergang an Gebüsch- und Waldrändern, aber auch auf Moorwiesen und Halbtrockenrasen jedoch kann es durchaus sein, dass der Ein oder Andere dieser zu den Korbblütlern (Asteraceae) zählenden Krautpflanze bereits begegnet ist. Sie bevorzugt basen- und humusreiche Böden und besticht vor allem durch ihre leuchtend goldgelben Zungen- und Röhrenblüten. Meist besitzt sie ein, seltener zwei bis fünf 2,5 – 4 cm breite Körbchen, die auf dem aufrechten, fast kahlen Stängel sitzen. Namensgebend sind die waagerecht bis rückwärts abstehenden, lanzettförmigen Blätter, die an Weidenblätter erinnern. Der Weidenblättrige Alant kann eine Höhe von bis zu 80 cm erreichen und ist vor allem von Juni bis Oktober oft flächig verbreitet anzutreffen. Verwechslungspotential besteht zu dem Rauhaarigen Alant (I. hirta), dessen Stängel und Blätter dicht rau behaart sind und dessen Körbchen mit 3 - 5 cm Breite etwas größer ausfallen.
Wissenswertes gibt es vor allem zu dem nah verwandten Echten Alant (I. helenium) zu berichten. Dieser wurde bereits in der Antike als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Rund 1000 Jahre später, im Jahr 1804, wurde erstmals das Polysaccharid Inulin aus der Pflanze isoliert. Inulin ist ein Kohlenhydrat, das den Pflanzen als Speichersubstanz und dem Menschen als wichtiger Nahrungsmittelzusatz dient. Nahrungsmittel mit Inulin eignen sich vor allem für Diabetiker, da beim Inulin-Abbau der für Diabetiker verträgliche Fruchtzucker entsteht. Der Echte Alant stammt ursprünglich aus Klein- und Zentralasien, wird aber mittlerweile auch in Deutschland, Holland und auf dem Balkan angebaut.
Auf unseren Biotopflächen, wie der Regatta-Streuwiese, dem Abfanggraben, der Langwieder Haide und der Lorenzwiese, erblüht der Weidenblättrige Alant derzeit in strahlendem Goldgelb.