Zum Hauptinhalt springen
Spenden

Über 1.000 Uferschwalben-Jungvögel im Münchner Osten

Wissenswertes

Vogel A - Z

Unsere künstliche Uferschwalben-Brutwand im Münchner Osten feiert dieses Jahr einen sensationellen Nachwuchsrekord: Über 1.000 Jungvögel sind flügge geworden - ein Ergebnis, das zeigt, wie Artenschutz in einer Großstadt wie München gelingen kann.

Die spektakuläre Brutwand

Über 100 Meter lang und fast 10 Meter hoch: Die im Jahr 2003 erstmalig aufgeschüttete Steilwand bietet mit hunderten Nisthöhlen einen atemberaubenden Anblick. Besonders, wenn die Elternvögel tschirpend in Schwärmen umherfliegen, um ihren Nachwuchs zu füttern.

  • Spezialsand: Die Wand besteht aus nicht bröselndem Sand, in dem die Nisthöhlen der Vögel nicht einstürzen.
  • Lebenswichtiger Ersatz: Die Aufschüttung ist natürlichen Nistarealen nachempfunden, die es in München schon lange nicht mehr gibt. Ohne die LBV-Brutwand gäbe es keine Uferschwalben mehr in unserer Stadt!

Die Betreuung des Areals wird maßgeblich über Spenden finanziert, mit denen wir das Projekt langfristig sichern. 

Ein Paradies für die kleinsten Schwalben Europas

Mit einer Körperlänge von nur etwa 12 Zentimetern ist die Uferschwalbe die kleinste europäische Schwalbenart und viel weniger bekannt als Rauch- oder Mehlschwalben. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Arten steht, benötigt sie dringend menschliche Hilfe. Als Langstreckenzieher verbringen die Vögel den Herbst und Winter im südlichen Afrika. Zwischen April und September kehren sie zum Brüten nach Deutschland zurück.

Warum das Projekt im Münchner Osten so erfolgreich ist

  1. Perfekter Sekundärlebensraum: Da natürliche Flussufer als Brutstätten fehlen, sichert die künstliche Wand das Überleben der Population.
  2. Optimale Nahrungsgrundlage: Die Wand liegt direkt neben einem geschützten LBV-Biotop, das Insektennahrung für die Aufzucht bietet.
  3. Geschützte Ruhezone: Die Brutwand befindet sich auf einem unzugänglichen Privatgelände und die Tiere können ungestört brüten.

Dank idealer Bedingungen gab es in dieser Saison ungewöhnlich viele Erst- und auch Zweitbruten. Dies hat die Nachwuchszahlen auf Rekordniveau steigen lassen. 

Wir sind stolz auf diesen Meilenstein im Münchner Vogelschutz und freuen uns schon jetzt auf die Rückkehr unserer Uferschwalben im nächsten Jahr!