Vogel A - Z

Ehrenamtliche Helfer im Einsatz in der LBV-Biotoppflege(© LBV).

Eine wahre Schönheit... Foto: C.Weiss

Blüte in Nahaufnahme Foto: E.Ehret
Die Türkenbundlilie ist der prächtigste Vertreter der Liliengewächse in Europa. Mehrjährig überdauert ihre im Durchmesser bis zu acht Zentimeter große Zwiebel im Boden, um bis zu 50 Jahre lang jedes Jahr im Juni und Juli von neuem Blüten zu treiben. Der außergewöhnliche Name leitet sich aus dem türkischen Wort für Turban, "tülbent", her welches im Volksmund zu "Türkenbund" wurde. Die Pflanze verströmt abends und nachts einen betörenden Duft, und lockt so vor allem Schwärmer wie das Taubenschwänzchen zur Bestäubung an. Auch Rehe sind große Fans dieser Pflanze, welche sie sehr gerne verbeißen und so dem Blütenzauber ein vorzeitiges Ende bereiten.
Man findet die Türkenbundlilie meist in krautreichen Wäldern auf kalkhaltigen Böden, wo sie am liebsten im Halbschatten wächst. Lediglich im Bergland findet man sie auch häufiger auf Freiflächen wie etwa Almen, welche sie bis in Höhen von bis zu 2300m besiedelt. Auf den Biotopflächen des LBV begegnet man dieser hübschen Blume auch noch, so zum Beispiel auf den kalkreichen Haideflächen in Allach.