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Rundblättriges Wintergrün mit Blüten. © U. Schwab

Eine große Schar Rundblättrigen Wintergrüns. © U. Schwab

Junge Blattrosette von Pyrola rotundifolia. © U. Schwab
Der Name ist Programm beim Rundblättrigen Wintergrün.
Saftig grün bleibt die grundständige Blattrosette auch über die Wintermonate an der Oberfläche. Im Winter führen die geringe Sonneneinstrahlung und die niedrigen Temperaturen zu einer Verringerung der Photosynthese und somit der Energieversorgung.
Doch dem Wintergrün macht das nichts aus. Denn: Es kann sich auf Helfer im Boden verlassen. Ein zartes Pilzgeflecht umgibt die Wurzeln der Pflanze und dringt teilweise sogar in diese ein. Die Pilzfäden versorgen das Wintergrün ganzjährig mit Nährstoffen, die die Pilze wiederum von Dritten, oft Waldbäumen, beziehen. Dank dieser externen Nährstoffversorgung kommen Pyrola rotundifolia und viele seiner Verwandten aus der Familie der Heidekrautgewächse auf mageren Standorten besonders gut zurecht. So zum Beispiel auf der LBV Pflegefläche in der Langwieder Heide.
Gekoppelt an das Pilzgeflecht im Boden, tritt Pyrola rotundifolia oft in Scharen auf. Die weißen Blüten zeigen sich im Juni und Juli an 10 bis 20 cm hohen Stängeln. Die winzigen, äußerst leichten Samen schickt das Wintergrün ohne zusätzliche Nährstoffschicht mit dem Wind auf die Reise. Fällt der Samen zu Boden, ist auch hier wieder ein Pilzgeflecht vor Ort notwendig, um den Keimling mit Nährstoffen zu versorgen.
Früher wurde das Rundblättrige Wintergrün auf Grund seiner Inhaltsstoffe auch als Heilpflanze verwendet. Heute ist es selten geworden und steht unter Schutz.