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Pachtnelke in voller Blüte mit deutlich geschlitzten Kronblättern auf der Duftlauchwiese - E. Ehret

Pachtnelke in voller Blüte mit deutlich geschlitzten Kronblättern auf der Duftlauchwiese - E. Ehret

Mehrere Prachtnelken in der Moosschwaige, zusammen wirken sie noch prächtiger - E. Ehret

Mehrere Prachtnelken in der Moosschwaige, zusammen wirken sie noch prächtiger - E. Ehret
Das Wort „superbus“ im botanischen Namen dieser Nelkenart kommt aus dem Lateinischen und bedeutet stolz oder prächtig. Und stolz kann diese Blume nun wirklich sein auf ihre Pracht. Ihre schöne lila bis hellpurpurne Blüte mit den tief geschlitzten Kronblättern ist von Juni bis September zu bewundern. Ansonsten wirkt die 20-60 cm hohe Pflanze allerdings eher kahl. Die schmalen Blüten sind so konzipiert, dass nur Insekten mit langem Rüssel, z.B. das Taubenschwänzchen, den süßen Nektar erreichen können. Zusätzlich verwehren Härchen am Blüteneingang kleinen Insekten den Zugang, da diese sich am Nektar laben könnten, ohne die Blüte zu bestäuben. Die geschlitzten Blütenblätter sind aber nicht nur für unser Auge schön anzusehen. Vermutlich erzielt die Nelke dadurch eine höhere Wirkung auf anfliegende Insekten, wodurch es zu einer höheren Bestäubungsrate kommt.
In München gibt es nur noch weniger Restvorkommen dieser gefährdeten Pflanze. Vor allem in ehemaligen Niedermoorlandschaften, wie z.B. dem Schwarzhölzl oder der Moosschwaige, und auch auf der Duftlauchwiese ist sie noch zu finden. Ohne unterstützende Pflege solcher Biotope durch den LBV wäre aber auch diese schöne Pflanze wohl bald aus München verschwunden.