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Königskerzen (Verbascum)

Wissenswertes

Vogel A - Z

Stolz und erhaben steht sie da mit ihren leuchtend gelben Blütenkerzen – die Königskerze.

Gesamteindruck und Blüte der Kleinblütigen Königskerze (Fotos links und mitte: H. Sedlmeier). Die Blüten der Schwarzen Königskerze (Foto rechts: E. Ehret).

Gesamteindruck und Blüte der Kleinblütigen Königskerze (Fotos links und mitte: H. Sedlmeier). Die Blüten der Schwarzen Königskerze (Foto rechts: E. Ehret).

Stolz und erhaben steht sie da mit ihren leuchtend gelben Blütenkerzen – die Königskerze. Nicht umsonst hat die zweijährige Halbrosettenpflanze diesen Namen. Ihre stattliche Erscheinung und ihre zahlreichen Arten lassen die Gattung Verbascum auch im Herbst erstrahlen. In unseren Regionen finden sich vor allem folgende Arten der zu den Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae) zählenden Königskerze:


Die Kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus)
Die Kleinblütige Königskerze kann eine stattliche Größe von bis zu 1,70 m erreichen und zeichnet sich vor allem durch ihre sehr langen, dichten Blütenstände mit 1-3 cm großen Blüten aus. Die filzig behaarte Pflanze findet man auf Schuttplätzen, Ödflächen, Waldlichtungen, Dämmen, Ufern und Mauern. Durch die drei behaarten Staubblätter der Blüten, die mehr Pollen vortäuschen als tatsächlich vorhanden sind, wirken die Blüten sehr attraktiv auf pollensuchende Insekten.


Die Großblütige Königskerze (V. densiflorum oder thapsiforme)
Die Großblütige Königskerze beeindruckt mit einer Höhe von bis zu 2,50 m. Ansonsten sind ihre Merkmale sehr ähnlich zur Kleinblütigen Königskerze. Unterscheidbar sind die beiden an den unterschiedlich großen Blüten, die bei der Großblütigen Königskerze mit 3-5 cm etwas größer ausfallen, und an den Staubblätter, die etwas länger sind. Besonderheiten sind die Schleimstoffe, Saponine und Flavonoide, die in den Blüten zu finden sind und denen eine reizlindernde Wirkung auf die Schleimhäute des Rachens nachgesagt wird.


Schwarze Königskerze (V. nigrum)
Kennzeichnend für die Schwarze Königskerze sind ihre violett wollig behaarten Staubfäden, die für die Namensgebung verantwortlich sind, die jedoch etwas irreführend gewählt wurde. Der starke Kontrast der Staubfäden zum Gelb der Blüten und Staubbeutel wirkt vor allem auf Insekten sehr attraktiv. Finden lässt sich diese wunderschöne Pflanze auf Schuttplätzen, Waldschlägen, Wegrändern und Böschungen.


Mehlige Königskerzen (V. lychnitis)
Ihren Namen verdankt die Mehlige Königskerze ihrem mehlig-flockig behaarten Stängel und den weißwollig behaarten Staubfäden. Zudem besitzt sie haarige Blätter, die früher als Lampendochte genutzt wurden. Diese Tatsache erklärt auch den Ursprung des Gattungsnamens lychnitis, der sich vom lat. Lychnos = Lampe ableitet.