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Pfeifengrasimpressionen (Fotos von links nach rechts: L. Heilmaier, E. Ehret, U. Schwab).

Das Gewöhnliche Pfeifengras (Molinia caerulea) ist eine winter- und sommergrüne Horstpflanze, die meist blau-violette, unbegrannte Ährchen aufweist. Aufgrund dieser ist es auch unter dem Namen Blaues Pfeifengras bekannt. Auch die Bezeichnungen Benthalm und Besenried sind verbreitet und sind Varianten des Wortes Binse, das für verschiedene grasartige Pflanzen von feuchten Standorten verwendet wird. Der Ursprung des Wortes Pfeifengras liegt in der früheren Verwendung als Reinigungsmittel für lange Tabakpfeifen.
Während des Herbstes verwandelt sich das Gewöhnliche Pfeifengras in rötlich gelb schimmernde Horste. Zu dieser Zeit steht auch die Mahd, dieser wertvollen Streupflanze an, da das Gras zu diesem Zeitpunkt seine Reservestoffe bereits in die Sprossbasis verlagert hat. Als Futterpflanze ist es nicht geeignet, allerdings kann man hochwüchsige Sippen neuerdings auch als Zierpflanze für den eigenen Garten erwerben. Das Gewöhnliche Pfeifengras zeichnet sich durch seine besonderen Anpassungen an Trockenheit und Nährstoffarmut aus. Es besitzt Wurzeln, die bis zu 1 Meter in die Tiefe reichen und die Blätter rollen sich bei Wassermangel ein. Durch das Verlagern der Mineralstoffe in die Sprossenbasis, können diese bei der Mahd nicht verloren gehen und ein Zurückdrängen der Pflanze wird vermieden.
Als Magerkeitsanzeiger findet man das Pfeifengras vor allem auf nährstoffarmen, meist basenreichen, mäßig sauren Böden auf Heiden und lichten Wäldern. Neben der Nährstoffarmut zeigt es auch die Nähe zum Grundwasser an, da es wechselfeuchte bis nasse Standorte, wie z.B. Moorwiesen, bevorzugt. Durch sein häufiges Vorkommen ist es auch auf unseren Biotopen zu finden.