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Der Klappertopf (Rhinanthus)

Wissenswertes

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Der Klappertopf – Klanginstrument oder ungern gesehener Schmarotzer?

Gewöhnlicher Augentrost (E. officinalis), Foto: C. Weiß

Nahaufnahme Gewöhnlicher Zottiger Klappertopf (R. alectorolophus) - C. Weiß

Gewöhnlicher Zottiger Klappertopf (R. alectorolophus) - Idas-Silberfleckbläuling -F. Lücke

Der Klappertopf ist eine ganz besondere Wiesenpflanze, denn er fungiert trotz seines eigenen Blattgrüns, das er zur Photosynthese nutzen kann, als Halbschmarotzer. Das bedeutet, er zapft die Wasserleitbahnen verschiedener Wirtspflanzen, meist Gräser, mit speziellen Saugwurzelfortsätzen an und entnimmt ihnen Wasser und Nährsalze. Den deutschen Namen verdankt der Klappertopf (lat. Rhinanthus), der zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) gehört, seinen reifen Früchten, deren Samen im Fruchtkelch durch Schütteln hörbar klappern. Der Kelch um die Früchte dient als Windfang und trägt zur Verbreitung bei. Der wissenschaftliche Name Rhinanthus leitet sich von der Blütenform ab, die als nasenähnlich angesehen wird (gr. rhinos=Nase und gr. anthos=Blüte). Die Blüte besteht aus gelben Lippenblüten, die enge Kronröhren mit blauvioletten Oberlippenzähnen besitzen und von bleichgelben Hochblättern eingefasst werden.

Die krautige Pflanze, die über einen halben Meter hoch werden kann, findet sich auf einigen unserer Biotoppflegeflächen. Sie zählt zu den Arten, die nährstoffarme Böden bevorzugen und blüht derzeit beispielsweise in unserem Heidebiotop am Ackermannbogen.
In unseren Breiten kommen drei einjährige Arten des Klappertopfes vor:
Der kleine Klappertopf (Rhinanthus minor), der Grannen-Klappertopf (R. glacialis) und der Gewöhnliche Zottige Klappertopf (R. alectorolophus). Der in Norddeutschland beheimatete „Große Klappertopf“(R. serotinus) ist in seinem Bestand stark gefährdet und wurde daher Blume des Jahres 2005.

Sie wollen mithelfen, die verschiedenen Lebensräume der Veilchenarten zu erhalten? Dann machen Sie mit bei der LBV-Biotoppflege. Weitere Infos gibt es hier.