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40 Streuobstbäume für 40 Jahre LBV-Naturschutzarbeit

Wissenswertes

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Die Kreisgruppe München des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) blickt 2022 auf 40 Jahre erfolgreiche Naturschutzarbeit in Stadt und Landkreis zurück. Um dies zu feiern, pflanzte die Kreisgruppe am Mittwoch, den 9.11. eine Streuobstwiese beim Kloster Schäftlarn.

Schülerinnen des Klostergymnasiums pflanzen einen Obstbaum.

Dr. Irene Frey-Mann, langjährige Vorsitzende der LBV Kreisgruppe München, setzte am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Herrn Fürst, 1. Bürgermeister der Gemeinde Schäftlarn, Abt Petrus, Vorsteher der Abtei Schäftlarn, Herrn Knorr, stellvertretender Vorstand der Stiftung Hackenjos und Töchter, sowie mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern des Klostergymnasiums den Spaten zur Pflanzung der Streuobstbäume an. 34 vom LBV gestiftete Obstbäume mit durchgehend alten Sorten von Äpfeln, Kirschen, Birnen und Zwetschgen werden nun auf der Wiese des Klosters Schäftlarn wachsen.

Mit der Pflanzung der Streuobstbäume setzt die Kreisgruppe ein Zeichen. Sie möchte einerseits der erfolgreichen Naturschutzarbeit der vergangenen Jahrzehnte ein sichtbares Denkmal setzen. Zugleich legte sie damit gestern den Grundstein für eine neue hochwertige Biotopfläche. Denn Streuobstwiesen sind Hot Spots der Artenvielfalt. Der Naturschutz steckt schon in der Definition der Wiesen: Obstgewinnung an Hochstamm-Obstbäumen bei gleichzeitiger extensiver Bewirtschaftung der darunterliegenden Wiesen. Die Landnutzung ohne Pestizide und Düngemitteleinsatz und der damit einhergehende Arten- und Blütenreichtum, aber auch die vielfältigen Strukturen in der Wiese schaffen vielfältige Lebensräume und ein großes Nahrungsangebot für Tiere. In Deutschland zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen. Im Raum München sind sie vergleichsweise rar. Alte Sorten sind zudem oft resistenter gegen Schädlinge und anpassungsfähiger bei klimatischen Veränderungen.
Die Streuobstwiese in Schäftlarn soll zukünftig ein Vorbild für ökologische Streuobstwiesen-Bewirtschaftung sein und auch als Bildungsort für Schülerinnen und Schüler dienen.

Die Umgestaltung der Wiese insgesamt ist ein Gemeinschaftsprojekt. Neben der Obstbaumpflanzung durch den LBV, wird sie durch die Stiftung Hackenjos und Töchter und das Kloster Schäftlarn zu einer artenreichen Blühwiese mit Lebensräumen für Zauneidechse und Gelbbauchunke entwickelt. Das Projekt wird vom Landkreis München gefördert.