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Das Echte Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)

Wissenswertes

Vogel A - Z

Ein sagen(be)haft(et)es Kraut

Im Juli entfaltet das Tausendgüldenkraut seine Blüten. (Foto: B. Huber)

Die Blüte besitzt fünf radiärsymmetrisch Blütenblätter. (Foto: B. Huber)

Blütenstand mit teilweise geöffneten und geschlossenen Blüten. (Foto: B. Huber)

Dieses hübsche, wärmeliebende Enziangewächs ist streng geschützt, und kommt mit seinen verwandten Arten in fast ganz Europa und Kleinasien vor, mittlerweile auch als Neophyt in Nordamerika. Die Ausnahme ist dabei der nordwestliche Teil Skandinaviens. Man findet es auf sonnigen, halbtrocken bis frischen Wiesen und Waldlichtungen bis in die mittleren Lagen (1500m).


Die Blüten öffnen sich tagsüber nur bei ausreichender Sonneneinstrahlung und schließen sich bereits bevor die Sonne ihren Abendstand erreicht. Es kann sogar vorkommen, dass das Tausendgüldenkraut seine Blüten während eines schönen Tages schließt, sollten Sie dies beobachten ist nahender Regen zu erwarten.


Dem Namen nach handelt es sich beim Tausendgüldenkraut um eine sehr wertvolle Pflanze. Sebastian Kneipp schrieb: „Der Name lautet auf eine hohe Summe, die Hilfe spendet das Kraut einem jeden umsonst.“  In Nordamerika wird das Echte Tausendgüldenkraut landwirtschaftlich als Arzneipflanze angebaut. Aber nicht nur heilende Eigenschaften soll das Tausendgüldenkraut haben, es wird ihm auch nachgesagt das Geld zu mehren und Haus und Hof vor Blitzschlag zu bewahren. Zumindest die heilenden Eigenschaften sind durch Inhaltsstoffe belegt, der Rest gehört wohl eher ins Reich der Legenden und Fabeln. Eine der Fabeln handelt von einem Fürsten, der demjenigen der sein Fieberleiden heile hundert Gulden versprach, so erklärt man sich den Namen Hundertguldenkraut, der später zu Tausendgüldenkraut wurde. Eine andere Geschichte erzählt wie der Centaure Chiron eine Wunde am Fuß mit Hilfe eines Krautes heilt. Möglicherweise geht der botanische Gattungsname Centaurium auf diese Geschichte zurück.