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Münchner Bäche, Weiher und Tümpel fallen der Hitze zum Opfer

München Stadt und Land

Viel Sonne, hohe Temperaturen und kaum Regen. München leidet unter Niedrigwasser, der Grundwasserspiegel sinkt. Das macht sich auch an Bächen, Weihern und Tümpeln bemerkbar. Viele haben einen bedenklich niedrigen Wasserstand, andere sind bereits ausgetrocknet.

Betroffen ist auch der Hüllgraben im Münchner Nordosten, das einzige oberirdische Fließgewässer östlich der Isar. Der Bach ist auf weiten Strecken trocken gefallen, nur ein kleiner Abschnitt führt dank eines Biberdamms noch ausreichend Wasser. Der Fischereiverband Oberbayern konnte viele Fische retten, hunderte sind jedoch ebenso wie Amphibien und andere Wasserorganismen verendet.

Auch andere kleine Gewässer in und um München leiden unter der lang anhaltenden Trockenheit. Auf von uns betreuten Biotopflächen müssen Laichgewässer für bedrohte Amphibienarten wie Laubfrosch oder Wechselkröte mit großem Aufwand künstlich mit Wasser versorgt werden - und das nicht erst seit diesem Jahr. 

Tümpel, Weiher und Bäche sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter seltene Libellen, Muscheln, Fische und Brutvögel. Um diese Ökosysteme langfristig zu erhalten, sind Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts notwendig. Dazu gehören die konsequente Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips mit mehr unversiegelten Flächen, eine Verringerung bzw. ein Stopp der Entwässerung der großen Moosgebiete Erdinger Moos und Dachauer Moos und der Schutz der Münchner Quellen. So könnte der seit Jahren sinkende Grundwasserspiegel langfristig stabilisiert werden.

Ob sich die trocken gefallenen Abschnitte des Hüllgrabens wieder erholen, hängt maßgeblich von ausreichenden Niederschlägen ab. Kurzfristig ist jedoch keine Entspannung der Wetterlage in Sicht.

Auch die Presse berichtet zu dem Thema: Süddeutsche Zeitung, Abendzeitung, TZ