Trollblumen – M. Graf

Biotoppflege in Stadt und Landkreis München

Farbenprächtige Wiesen, Schmetterlinge, Heuschreckengezirpe - immer seltener können wir solche Vielfalt in München genießen. Der LBV wirkt diesem Trend entgegen: über 45 Hektar wertvoller Biotope in Stadt und Landkreis München, wie z.B. die Langwieder Haide oder die Moorwiesen im Aubinger Moos, pflegen wir nach den naturschutzfachlichen Vorgaben von Experten. Dabei können wir immer wieder Hilfe von Freiwilligen gebrauchen. Interessiert? Dann geht es hier zu weiteren Informationen.

Das Helm-Knabenkraut ist in Bayern gefährdet und wie alle heimischen Orchideen geschützt- E. Ehret

Was genau machen wir?

Streuwiesen und Heideflächen werden gemäht, wuchernde Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. Mahdzeitpunkt und Einsatz der verschiedenen Geräte (Sense, Freischneider, Balkenmäher oder Schlepper) sind angepasst an die jeweiligen Ansprüche der einzelnen Arten. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Pflege liegt auf der Zurückdrängung von eingewanderten Pflanzen (Neophyten) auf unseren Flächen, die unseren heimischen Arten durch starke Ausbreitung und schnelles Wachstum überlegen sind. Unsere Pflegepläne werden von ortskundigen Botanikern und Zoologen ausgearbeitet.

Wieso Biotoppflege?

Tier- und Pflanzenarten werden meistens selten, weil ihre Lebensräume schwinden. Nährstoffarme Feuchtwiesen oder karge Halbtrockenrasen sind durch die Tätigkeit des Menschen weitgehend verschwunden. Durch unsere spezielle Pflege finden seltene und gefährdete Arten wieder diese Lebensräume. Einige davon sind echte "Urmünchner", z.B. die Silberdistel oder der Idas-Bläuling. 

Seit Beginn unserer Pflege konnte sich eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume in Stadt und Landkreis München zurückerobern. Insgesamt kommen inzwischen über 300 gefährdete Tier- und Pflanzenarten in unseren Biotopen vor. 

Die „Wuschelkopf-Blüten“ der Kugelblume sind im Münchner Raum nur noch selten zu sehen – Ch. Weiß
Durch die Biotoppflege kann die Golddistel wieder glänzen – A. Böck
Flockenblumen und andere Blütenpflanzen bieten Schmetterlingen wie dem Kleinen Fuchs reichlich Nektar – S. Braun