Der Star

Star-Andreas Hartl

 

Der Star ist ein sehr häufiger Vogel in Deutschland, der allerdings in den letzten Jahren sehr stark abgenommen hat. Mit der Ernennung soll auf den drastischen Bestandsrückgang dieses einstigen Allerweltsvogels aufmerksam gemacht werden.

Aussehen: Stare haben im Frühjahr ein dunkles, metallisch glänzendes Gefieder. Im Herbst, nach der Mauser, sind die Federn mit hellen Punkten geschmückt.
Stare haben einen kurzen Schwanz und eine dreieckige Flügelform, zur Brutzeit haben sie gelbe Schnäbel.

Lebensweise: Der Star benötigt Bäume oder Gebäude mit geeigneten Bruthöhlen und offene Flächen zur Nahrungssuche in maximal 500m Entfernung. Im Frühling fressen Stare Kleintiere, im Laufe des Jahres werden vermehrt Früchte, Beeren und Samen verzehrt. Häufig sammeln sich Stare im Spätsommer und Herbst zu großen Schwärmen und tun sich dann an Weinreben und Obstbäumen gütlich.
Stare sind Kurzstreckenzieher, manche Exemplare überwintern aber bei uns.

Fortpflanzung: Stare sind Höhlenbrüter. Häufig findet man in ihren Nestern eigewebte Kräuter, die mit ihren ätherischen Ölen Milbenbefall verringern sollen. Manche Stare sind monogam, also nur mit einem Weibchen verpaart, andere haben dagegen mehrere Weibchen. Ab Anfang April bebrütet das Weibchen alleine vier bis sechs Eier, die Jungen schlüpfen nach 12 bis 13 Tagen. Ab Ende Juli können sie sich dann selbst versorgen. Oft brüten Stare zweimal.

Bestand und Gefährdung: In Deutschland wird der Star mittlerweile als gefährdet eingestuft, denn zwischen 1998 und 2009 hat er um 42% abgenommen. Vor allem der Mangel an Brutplätzen und das Insektensterben wirken sich negativ auf seinen Bestand aus.

Das können wir für den Star tun: Der Star benötigt mehr extensiv genutztes Grünland und eine artgerechte Nutztierhaltung auf der Weide. Außerdem müssen die Brutplätze unbedingt erhalten bleiben. Ist eine Sanierung an einem Haus nötig, an dem Stare nisten, muss für Nistkästen als Ersatz gesorgt werden.