Der Habicht

Habicht-Rosl Rößner

 

Der Habicht steht als besonders unbeliebte Art bei Jägern und Geflügelzüchtern gegen illegale Greifvogelverfolgung.

Aussehen: Der Habicht hat einen langen Schwanz und gelbe bis orangene Augen. Mit seinen kurzen, breiten Flügeln kann er schnell zwischen Bäumen manövrieren. Wie für Greifvögel typisch, ist das Weibchen bedeutend größer als das Männchen.

Lebensweise: Für die Brut bevorzugt der Habicht größere Nadel- und Mischwälder, er jagt im Wald und auf Feldern mit genügend Deckung. Allerdings leben Habichte inzwischen auch in Städten, wo sie sich von Rabenvögeln und Tauben ernähren.

Fortpflanzung: Das Weibchen fängt schon Mitte März an, die drei bis vier Eier ins Nest zu legen. Nach etwa 27 bis 39 Tagen schlüpfen die Jungen, die das Männchen zuerst allein mit Nahrung versorgt. Mit 40 bis 45 Tagen sind die jungen Habichte flugfähig, bleiben jedoch noch in der Nähe des Horstes und werden dort gefüttert. Im Alter von zwei bis drei Monaten sind sie dann schließlich selbstständig und verlassen das Revier der Eltern. Habichtpaare bleiben ein Leben lang zusammen.

Bestand und Gefährdung: Vor dem 16. Jahrhundert war der Habicht vermutlich ein häufiger Brutvogel, doch mit dem Anfang der Verfolgung als Jagdkonkurrent nahm sein Bestand immer weiter ab.  In Bayern gilt der Habicht als gefährdet, teilweise vermutlich immer noch wegen menschlicher Verfolgung.

Was wir für den Habicht tun können: Zum Schutz des Habichts und anderer Greifvögel sollte man bei gefundenen Fallen Fotos machen und die Polizei verständigen. Es ist auch hilfreich, Horstbäume an Forst- und Grünflächenämter zu melden, um zu verhindern, dass diese gefällt werden. Außerdem sollte man Glasscheiben vogelsicher machen, damit die Vögel nicht dagegen fliegen.