Die Dohle

Dohle-Frank Derer

 

Die Dohle lebt oft in Städten und Dörfern, wo sie oft von Sanierungen bedroht ist. Mit der Ernennung soll auf ihre Lage und die vieler anderer Gebäudebrüter aufmerksam gemacht werden.

Aussehen: Für einen Rabenvogel hat die Dohle einen recht kleinen Schnabel. Ihr Gefieder ist schwarz, nur am Nacken ist sie grau. Die Iris der Dohle ist ungewöhnlich hell.

Lebensweise: Dohle brüten in Gebäudenischen, nutzen aber auch Baumhöhlen zur Brut. Zur Nahrungssuche brauchen sie Grünland mit viel Nahrung, zum Beispiel Viehweiden, Mähwiesen und abgeerntete Felder. Als Allesfresser ernähren sie sich von Würmern, Käfern, Spinnen, Schnecken, Fallobst, Samen, Mäusen und menschlichen Abfällen. Die Jungen füttern sie jedoch mit Insekten.

Fortpflanzung: Dohlen sind sehr gesellig: sie brüten gerne in Kolonien und arbeiten viel zusammen. Die Sozialstruktur einer solchen Kolonie ist sehr komplex. In Ihr wird zum Beispiel festgelegt, wer zuerst ans Futter darf. Die Weibchen steigen in den Rang ihres Partners auf.
Ende März bis Anfang April legt das Weibchen vier bis sechs Eier ins Nest, die 16 bis 19 Tage lang bebrütet werden. Mit 30 bis 35 Tagen verlassen die Jungen das Nest und werden danach noch circa vier Wochen von ihren Eltern und manchmal auch von Nachbarn versorgt.

Bestand und Gefährdung: Vor allem durch die vielen Pestizide in der Landwirtschaft und die häufigen Sanierungen von alten Nisthäusern ist die Dohle bedroht. In Baden- Württemberg brachen die Dohlenbestände in nur 25 Jahren um 80% ein.

Was wir für die Dohle tun können: Wenn ein Haus saniert wird, in dem Dohlen brüten, sollte man darauf achten, dass der Eingriff nicht während der Brutzeit stattfindet. Für verlorene Brutplätze muss Ersatz mit Nistkästen geschaffen werden. Ein ungenutzter Schornstein sollte auf keinen Fall verschlossen werden, damit Dohlen darin einen Brutplatz finden können.