Der Eisvogel

Eisvogel-Ingo Zahlheimer

Der Eisvogel wurde schon 1973 einmal zum Vogel des Jahres gewählt, seitdem hat sich der Bestand auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Forderung nach naturnahen Gewässern ist immer noch aktuell, weil viele Bäche und Flüsse heutzutage durch den Ausbau der Wasserkraft bedroht sind. Außerdem ist der Eisvogel auch der Wappenvogel des LBV, der 2009 sein 100-jähriges Bestehen feierte.
Aussehen: Der Eisvogel ist am Rücken leuchtend blau und am Bauch orange gefärbt. Er hat kurze, rote Beine und einen langen Schnabel, der beim Weibchen teilweise unten rot ist.
Lebensweise: Der Eisvogel lebt an schnell fließenden, klaren Bächen und Flüssen, in denen er kleine Fische fängt. Er bleibt als Standvogel im Winter bei uns, verschiebt seinen Lebensraum aber oft zu Gewässern, die nicht zufrieren. In harten Wintern, wenn die meisten Gewässer zufrieren, sterben viele Eisvögel, diese Verluste können jedoch schnell wieder ausgeglichen werden. 
Fortpflanzung: Der Eisvogel baut zum Brüten lange Niströhren in Uferböschungen und Steilhänge. In diese Röhre legt er sechs bis sieben Eier, die Jungen fliegen nach 23-27 Tagen aus. Bei den Eisvögeln kommt beim Futter keiner zu kurz, denn die Jungen bilden einen Ring, der sich nach jeder Fütterung ein wenig weiterdreht. In der Regel brütet ein Paar zweimal, manchmal jedoch auch dreimal im Jahr. Damit das möglich ist, muss das Weibchen bereits wieder zu Brüten anfangen, während das Männchen noch die Jungvögel füttert.
Bestand und Gefährdung: In Bayern steht der Eisvogel auf der Vorwarnliste. In ganz Deutschland gibt es schätzungsweise 6000-8000 Brutpaare. Der Eisvogel ist vor allem durch Freizeittourismus und Gewässerverschmutzung bedroht.
Was wir für den Eisvogel tun können: Der Eisvogel braucht ungestörte Steilhänge zum Brüten und klare Gewässer, die wir vor zu viel Freizeittourismus und Wasserkraftwerken schützen müssen.