Kompost – aus Abfall wird Garten-Gold

Frische Erde aus Bioabfällen selber machen - gar nicht so schwer! (Foto: fotolia.com-Marina Lohrbach)

Durch Kompostierung werden Bioabfälle zu wertvoller Gartenerde veredelt. Das Produkt ist reich an kostbaren Nährstoffen und gilt daher als der ökologische Bodenverbesserer für den Gartenboden schlechthin. Ausschlaggebend dafür ist sowohl der hohe Nährstoffgehalt, als auch die Förderung des Bodenlebens. Die feine Krümelstruktur der Komposterde ermöglicht eine optimale Wasserspeicherung und Luftversorgung der oberen Bodenschichten. Davon profitieren Ihre Pflanzen und auch die im Erdreich lebenden Organismen. Diese wiederum sorgen dafür, dass abgestorbenes organisches Material rasch umgesetzt und remineralisiert wird. So stehen die Nährstoffe den Pflanzen wieder für neues Wachstum zur Verfügung. Die Aktivitäten der Bodentiere bewirken zusätzlich eine weitere Auflockerung des Substrats und eine Verbesserung der Durchlüftung. Regelmäßige Kompostgaben verbessern somit langfristig die Fruchtbarkeit des Bodens und können den Einsatz von Kunstdünger ersetzen! 


Eine Kompostierung im eigenen Garten ist zudem ressourcen- und klimaschonend: Abfallmengen werden reduziert, CO2-aufwändige Transportwege vermieden und der Nährstoffkreislauf im eigenen Garten geschlossen. Durch jährliche Kompostgaben wird der kohlenstoffhaltige Humusanteil im Boden erhöht. Pro Tonne Humus werden der Atmosphäre etwa 1,8 Tonnen des schädlichen Treibhausgases CO2 entzogen und im Boden gebunden. Durch den Verzicht auf Kunstdünger können zusätzlich Ressourcen geschont und weitere Treibhausgase eingespart werden, da insbesondere die Herstellung von Stickstoffdüngern sehr energieintensiv ist.

Rechtliches: Grundsätzlich kann die Kompostierung im eigenen Garten durch niemanden verboten werden. Allerdings dürfen die Nachbarn nicht durch Gestank, Ungeziefer etc. belästigt werden.


Download: Unseren Flyer zum Thema Kompostierung in Haus und Garten können Sie hier herunterladen:


Mach Erde draus! Bioabfälle richtig kompostieren

Mit Eigenkompostierung kann man zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen. (Foto: B. Helbig)
Auch wer keinen eigenen Garten hat, kann mithilfe von Kompostwürmern kostbaren Wurmhumus herstellen. (Foto: LBV-Archiv)
Komposterde ist reich an Nährstoffen und fördert langfristig die Boden- fruchtbarkeit im Garten. (Foto: P. Bria)

Richtig kompostieren im Garten

Bioabfälle richtig kompostieren

Die Wurmkiste

Kompostierung in der Stadtwohnung