Gärtnern ohne Torf - denn Moorschutz bedeutet Leben

Bereits 99% der deutschen Moore sind stark degradiert. Damit Moorlandschaften, wie das Diepholzer Moor, nicht komplett verschwinden, muss jetzt gehandelt werden! (Foto: M.Bosch)


„Die Renaturierung von Mooren ist eine leicht
zu realisierende Maßnahme und eine der kostengünstigsten
Möglichkeiten zum Klimaschutz.“

Achim Steiner, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen
Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (UNEP)



Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben, sondern auch uns treibt es nach draußen. Hobbys im Freien werden wieder aufgenommen und mit frischem Elan betrieben. Gerade das Gärtnern scheint die Deutschen zu begeistern – mittlerweile bezeichnen sich 6,5 Millionen Deutsche als Hobbygärtner und wer keinen Garten hat, der pflegt eben Balkon- und Zimmerpflanzen. Wer diesem Hobby frönt, dem steht irgendwann ein Besuch im Gartencenter bevor. Erschlagen von der großen Auswahl, die dort geboten wird, greift man oft zu dem erstbesten Sack Pflanzerde. Fast alle herkömmlichen Blumenerden und Substrate enthalten aber große Anteile Torf, und zwar bis zu 95 Prozent!
Durch den Abbau von Torf werden Moore zerstört und enorme Mengen an Treibhausgasen in die Luft ausgestoßen, die zum Klimawandel beitragen. In Mooren leben außerdem viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten, wie z.B. der Idas-Bläuling und die Trollblume. Sie verlieren immer weiter an Lebensraum und werden mehr denn je vom Aussterben bedroht. Die Fähigkeit natürlicher Moore den  Wasserhaushalt einer Region positiv zu regulieren, nimmt mit zunehmender Moorzerstörung weiterhin ab. Hochwasserspitzen werden nicht mehr aufgefangen und die Gefahr von Hochwassern und Überschwemmungen steigt. Moorschutz ist daher effektiver Klima-, Arten- und Hochwasserschutz.
Wer also etwas für die Umwelt, das Klima und unsere Zukunft tun möchte, der sollte beim Kauf von Erden und Substraten torffreie Materialien wählen!

Aber aufgepasst
: Produkte mit der Aufschrift „Bio“ können auch noch zu 100 Prozent aus Torf bestehen. Selbst Erden, welche als torfreduziert/torfarm bezeichnet werden, bestehen oft noch zu 60 bis 80 Prozent aus Torf. Daher muss der Verbraucher wirklich darauf achten, dass explizit „torffrei“ oder „ohne Torf“ auf der Verpackung steht!



Downloads


Flyer 'Gärtnern ohne Torf'
Einkaufsführer für torffreie Substrate in München

Bestellschein für die torffreie LBV-Naturschutzerde

Wo kann ich die LBV-Naturschutzerde bayernweit kaufen?

Konformitätsbescheinigung der Naturschutzerde für Ökolandbau

 


 

 

                             

***Neu ab 2017: Die Naturschutzerde im 15 Liter Sack mit praktischem Tragegriff!

 

Wem die 7,5 Liter bisher zu klein waren, der hat jetzt mit dem 15 Liter Sack die perfekte Alternative. In unserem Laden ist unsere torffreie Bio-Universalerde im nächsten Frühjahr aber auch noch im 7,5 Liter-Sack erhältlich: LBV-Shop in der Klenzestr. 37, München. Gerne auch online unter www.lbv-shop.de.

Mit jedem verkauften Sack dieser Erde fließen 50 ct direkt an den LBV. Als Bayerns größter Naturschutzverband setzen wir uns besonders für den Erhalt der heimischen Moore und Feuchtwiesen ein. Helfen auch Sie mit und verwenden Sie die torffreie Bio-Universalerde! Dabei tun Sie nicht nur Ihren Pflanzen, sondern auch der Natur und dem Klima etwas Gutes!




LBV Naturschutzerde

Die torffreie Bio-Universalerde des LBV mit der 50ct-Aktion - mehr dazu lesen Sie hier...

Torf und Moor

Torf ist eine erdige Ablagerung aus unvollständig abgebauten Pflanzenresten. Dieser entsteht im Lebensraum Moor, welcher geprägt ist durch einen andauernden Wasserüberschuss.

Moore sind Kohlenstoffbomben

Moore stellen einen der größten Kohlenstoffspeicher der Erde dar. Durch Entwässerung kann diese „Bombe“ hochgehen und den gesamten Kohlenstoff an die Atmosphäre abgeben und so zum Klimawandel beitragen.

Multitalent Moor

Moore leisten viele Ökosystemdienstleistungen: Sie tragen wesentlich zum Klimaschutz, zum Artenschutz und zum Hochwasserschutz bei.

Alternativen zu Torf

Forschung im Gartenbau hat ergeben, dass Torf als Ausgangsstoff für Blumenerden im Hobbybereich nicht notwendig ist und durch verschiedene Alternativen, wie z.B. Kompost, ressourcenschonend und kostengünstig ersetzt werden kann.

Torf & Moor in Zahlen

Kurz und knapp sind hier einige Fakten zu Torf und Moor zusammengetragen.