Rotkehlchen im Pfaffenhütchenstrauch – M. Graf

 
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Die Strukturvielfalt macht‘s

Ein erster Schritt zum naturnahen Garten ist die berühmte „wilde Ecke“. Hier darf die Natur wachsen, wie sie will. Untersuchungen zeigen: je vielfältiger das Angebot an Kleinstrukturen, desto höher ist die Artenvielfalt im Garten…

Ein erster Schritt zum naturnahen Garten ist die berühmte „wilde Ecke“. Hier darf die Natur wachsen, wie sie will. Brennnesseln können sich ansiedeln, die Raupen-Futterpflanzen für Tagpfauenauge und Admiral sind. Oder auch Disteln für den Distelfalter. Untersuchungen zeigen: je vielfältiger das Angebot an Kleinstrukturen, desto höher ist die Artenvielfalt im Garten. An einer anderen Ecke ist vielleicht noch Platz für einen kleinen Haufen aus Totholz oder Reisig, geeignet als Versteck für Vögel oder als Nistplatz für den Zaunkönig. Wenn das alte Holz anfängt sich zu zersetzen, siedeln sich Pilze, Flechten und Moose an. Käfer, Schmetterlingspuppen und Ameisen finden sich hier – Nahrung für viele Vogelarten. Ritzen zwischen Pflastersteinen oder an einer Trockenmauer bieten mageres Substrat für Pionierpflanzen wie Mauerpfeffer. Beerensträucher und Obstbäume decken im Frühjahr und Sommer den Tisch für Insekten, später dürfen Spatz oder Star von den Früchten naschen. In Sträuchern, gerne auch mit Dornen, können sich die Jungvögel nach dem Ausfliegen verstecken und sind somit außer Reichweite der Katzen. Tragen diese Sträucher auch Beeren, ist die Nahrungsversorgung im Herbst und Winter auch gleich gesichert. Eine Liste mit besonders vogelfreundlichen Gehölzen finden Sie hier.