<- Zurück zu: Neues aus der LBV-Biotoppflege, LBV München

Krustenflechten erfolgreich nach Riem gerettet

Biotoppflege mal anders:
In einer Sonderaktion mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern rettete der Landesbund für Vogelschutz (LBV) Krustenflechten aus der Gleisharfe Neuaubing. Über eine Tonne Schotter mit Flechtenbewuchs wurde aufgesammelt und in das LBV-Biotop in Riem transportiert. Mit der Aktion erhält der LBV einen Teil der in der Gleisharfe vorhandenen Flechtenvielfalt für die Zukunft. Die Farb- und Formenpalette der Flechten hat im LBV-Biotop in Riem ein buntes Mosaik entstehen lassen. Unter den geretteten Arten ist auch die bislang in München noch nicht nachgewiesene Landkartenflechte.

Die auf den ersten Blick oft unscheinbaren Flechten sind Spezialisten in der Besiedlung unwirtlicher Lebensräume. Auf dem über Jahre unbewegten Schotter der Gleisharfe Neuaubing konnten sich die Überlebenskünstler ungestört entwickeln und Größen erreichen, wie sie nur selten zu finden sind. Die vorgefundene Form- und Farbenpalette der Flechten zeugt von einer großen Artenvielfalt.
In Riem wurde bereits ein „Flechtenbeet“ vorbereitet.
Ehrenamtliche Helfer haben die Flechten im Riem angeordnet. Die Orientierung der Flechte nach oben ist wichtig. Denn auch wenn sie keine großen Ansprüche an ihren Lebensraum stellen, Licht brauchen die Flechten unbedingt zum Überleben

Herzlichen Dank an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die bei der Rettungsaktion mitgeholfen haben!

Team Flechtenrettung beim Absammeln in Neuaubing (© B. Huber).

Beim Absammeln der Flechten (© U. Schwab).

Blick über die Gleisharfe (© B. Huber).

Farbenfroher Flechtenbewuchs (© U. Schwab).

Team Flechtenrettung in Riem (© C. Köbele).

Beim Anordnen der Flechten (©. M.L. Lotter).

Ein besonderer Fund: Die Landkartenflechte (© B. Huber).

Ein buntes Mosaik aus Krustenflechten (© N. Horlacher).