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Artenvielfalt im Virginia-Depot – ein botanischer Spaziergang

Auf den Ausgleichsflächen im ehemaligen Virginia-Depot blieben in der Stadt 17 Hektar Biotopfläche erhalten bzw. wurden neu hergestellt. Am Mittwoch, den 10. Juli 2019 haben wir eine Gruppe von interessierten Münchnerinnen und Münchnern durch dieses bunte Mosaik an Lebensräumen geführt.

 

Und es gab viel zu entdecken: Auf den kargen, von Schotter dominierten Böden wachsen unter anderem Rispen-Flockenblume, Thymian, Wilde Möhre oder der Gewöhnliche Dost – typische Hochsommerpflanzen auf Heideflächen wie im Virginia-Depot. Das reiche Blütenangebot wird gerne von zahlreichen Tagfaltern genutzt. Die Blauflügelige Ödlandschrecke hingegen verlässt sich allein auf ihre gute Tarnung auf dem Schotter. Sie ist eine stark gefährdete Art, die dort auf den Biotopflächen vorkommt.

 

In einem anderen Teil des Virginia-Depots sind - neben den oben beschriebenen Heideflächen - weitere Habitatstrukturen vorhanden: krautige Säume zusammen mit einem speziell für die Bedürfnisse der Zauneidechse gestalteten Areal. Zusätzlich haben die Teilnehmer Interessantes über die Entstehung des Virginia-Depots, seine Rolle für den Artenschutz in der Gegenwart und mögliche Perspektiven erfahren.

 

Der LBV hat sich sehr über das rege Interesse und vielen Teilnehmer gefreut! Im nächsten Jahr wird es dann weitere Führungen geben.

Steinhaufen dienen der Zauneidechse als Unterschlupf (Foto: C. Lederle)

Auf der Suche nach dem Kreuz-Enzian (Foto: C. Lederle)

Der Kreuz-Enzian gilt in Deutschland als gefährdet (Foto: C. Lederle)

Ein farbiges Zusammenspiel von Oregano, Königskerzen und Sichelklee (Foto: C. Lederle)

Die Wilde Möhre ist bei Insekten sehr beliebt (Foto: C. Lederle)

Echtes Johanniskraut ist eine Arzneipflanze mit vielen Anwendungsbereichen (Foto: C. Lederle)