Lichtungen und Bahndamm im Kapuzinerhölzl (4 Teilflächen)

Die Astlose Graslilie ist eines der Highlights auf den Flächen im Kapuzinerhölzl – Ch. Weiß

Seit 2005 kümmern wir uns um drei Lichtungen innerhalb des alten Lohwaldes „Kapuzinerhölzl“ und einen ca. 100 m langen Teil des Bahndamms zwischen Moosach und Obermenzing. Auf den Lichtungen zwischen den alten Stieleichen gedeihen für den Münchner Raum einzigartige Pflanzengesellschaften. Dies liegt an der speziellen Bodenzusammensetzung, auf der sich selten gewordene Magerrasen entwickeln konnten. Typische Vertreter der dort vorkommenden Heidearten sind die Heidelbeere und die Besenheide. Aber auch seltene Pflanzen wie die Traubige Graslilie und die Steinbeere kommen mit dem trockenen und nährstoffarmen Boden zurecht. Damit auch Pflanzenarten, die auf offene Bodenstrukturen angewiesen sind – sogenannte Pionierarten, hier weiterhin Lebensraum finden, tragen wir in kleinen Bereichen jährlich die Humusauflage ab und legen den Rohboden frei. Der Bahndamm ist Heim für viele weitere Pflanzenschätze. Hier stehen Esels-Wolfsmilch und Hain-Augentrost in direkter Nachbarschaft zum sehr selten anzutreffenden Buchenspargel. Die Blütenpflanzen des Offenlandes in Kombination mit dem alten Baumbestand bieten auch Lebensraum für eine Fülle von Insekten, so fühlt sich z.B. der geschützte Eremit in den knorrigen alten Eichen zu Hause.