Ersatzquartiere

Ersatzquartier für Mauersegler und Haussperlinge in der Dachtraufe eines denkmalgeschützten Gebäudes - S.Weber

Nicht immer können die Quartiere von Gebäudebrütern und Fledermäusen im Zuge von Sanierungs- und Umbaumaßnahmen erhalten werden. In diesem Falle schreibt das BNatSchG in § 19 Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vor. 

Damit diese Ersatzmaßnahmen auch ihre Funktion erfüllen, müssen die speziellen Bedürfnisse der betroffenen Tierarten berücksichtigt sein. Wenn irgend möglich, sollten Ersatzquartiere am selben Ort liegen und dieselben Einflugsbedingungen aufweisen wie die früheren Quartiere. 

In den meisten Fällen werden Ersatzquartiere als in sich geschlossene Einheiten ausgebildet – so vermeidet man, dass sich die Gebäude bewohnenden Tiere unkontrolliert im Dachraum bzw. an der Fassade bewegen können. Aus optischen Gründen werden sie meist ins Gebäude integriert, können aber auch in Form von Kästen und Nisthilfen außen an die Fassade gehängt werden.

Ersatzquartiere werden meist bei umfangreicheren Baumaßnahmen notwendig:

  • Dachausbau, Dachdämmung
  • Fassadendämmung
  • Aufstockung zusätzlicher Geschosse
  • Anbauten

Solche Arbeiten können mitunter sehr lange dauern. Ausweichquartiere halten die betroffenen Tierarten während der Bauphase am Ort und helfen, Bestandseinbrüche zu vermeiden; eine schnellere Annahme der später zur Verfügung stehenden Ersatzquartiere ist zu erwarten.

Gelungene Umsetzungsbeispiele für Ersatzquartieren finden Sie in der Beispielsammlung.