Vergrämung

Kotbrösel unter einem Fledermausquartier – S. Weber

Viele Gebäude bewohnenden Arten zeichnen sich durch eine versteckte Lebensweise aus. Aber auch wenn man sie selbst nicht sieht, hinterlassen sie doch manchmal verräterische Spuren ihrer Anwesenheit. 

Nicht jeder Hausbesitzer freut sich über Tiere, die an seinem Haus Unterkunft bezogen haben. Ihr Verhalten kollidiert manchmal mit den Bedürfnissen des Menschen. Vor allem Kotverschmutzungen und als störend empfundene Geräusche bewegen Hausbesitzer dazu, die unerwünschten Untermieter zu vertreiben. Schwalbennester werden abgeschlagen, Einschlüpfe verschlossen, leider nicht selten, wenn sich die Tiere noch darin befinden. Dass dies ein eindeutiger Übergriff auf geschützte Arten ist und damit einen Verstoß gegen geltendes Recht darstellt, ist dem Einzelnen oft nicht bewusst. Anzeige und Geldstrafe können die Folge sein – besser also, man versucht mit ein paar Tricks das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier zu harmonisieren.

Ein Kotbrett unter Schwalbennestern – 30 cm tief, in einem Abstand von 50 cm vom unteren Nestrand – fängt den Kot aus den Nestern auf. Anflugstangen für Dohle und Turmfalke vermeiden Kotspuren an der Fassade von Kirchtürmen. Fledermauskot lässt sich im trockenen Zustand leicht mit einem Besen wegfegen – außerdem ist er ein hervorragender Blumendünger! Und wem das Dauerrufen des Spatzen auf die Nerven geht, sollte genau hinhören: Was so monoton klingt, enthält mehr Tonvielfalt als man glaubt!