Gefährdung

Baumaßnahmen gefährden Gebäude bewohnende Tierarten - S.Weber

Gebäude bewohnende Tierarten haben sich vor langer Zeit dem Menschen angeschlossen, weil ihnen die Lebensbedingungen, die der Mensch schuf, Vorteil oder Ersatz boten. Nach und nach wurden nahezu alle Gebäudetypen als Unterkunft angenommen: Wohn- und Geschäftsbauten jeder Größe, Kirchen, Brücken und historische Bauten wie Burgen oder Schlösser. Je nach den individuellen Bedürfnissen suchten sich Gebäudebrüter und Fledermäuse die für sie passenden Gebäude und Bauteile. 

Nach Jahrhunderten der Anpassung und Spezialisierung sind sie heute mehr denn je auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Die schnelle Veränderung des gemeinsamen Lebensraumes macht den tierischen Mitbewohnern zu schaffen. Zunehmende Bebauung, Abbruch und Umbau von Gebäuden, Verlust von Nahrungshabitaten, Gifteinsatz am Bau und in der Landschaft oder fehlende Akzeptanz bedrohen ihr Überleben in Stadt und Siedlung. Dabei spielen indirekte und direkte Faktoren für den Erhalt oder Rückgang ihrer Bestände eine Rolle.