Amphibien gehören wohl zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen in Bayern. Von den 20 in Bayern vorkommenden Arten stehen 14 (= 70%) auf der Roten Liste.  Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von der Bedrohung durch Fressfeinde, beispielsweise durch Fische, die häufig illegal in Amphibiengewässer eingesetzt werden, über den Lebensraumverlust durch Siedlungs- oder Straßenbau, bis hin zur Schädigung durch Chemikalien, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden. Im folgenden stellen wir Ihnen die im Raum München vorkommenden Arten vor und geben Tipps zur Beobachtung und Bestimmung.

Da einige Arten, wie die Erdkröte oder der Bergmolch, Gärten gerne als Lebensraum nutzen, geben wir Ihnen hier praktische Tipps, wie Sie den Lurchen in Ihrem Garten ohne viel Aufwand helfen können.

Eine Art, für die wir im Großraum München eine besonders große Verantwortung tragen ist die in Bayern vom Aussterben bedrohte Wechselkröte. Diese wärmeliebende Art ist auf vegetationsarme Flächen mit flachen Gewässern angewiesen, deshalb findet man sie oft in Kiesgruben oder  auf Bauerwartungsland. Der LBV München bemüht sich bereits seit 2003 um die Art und ist seit 2009 mit der Durchführung des Artenhilfsprojekts Wechselkröte beauftragt. Neben Bestandserfassungen und der Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen liegt der Schwerpunkt in diesem Projekt  in der engen Kooperation mit Kiesgrubenbetreibern und der fachlichen Beratung von Kommunen, Verbänden und Planungsbüros.

Gerade im dicht besiedelten Großstadtraum sind Gärten ein wichtiger Lebensraum, auch für wildlebende Tier und Pflanzen. Im Raum München nutzen vor allem Erdkröten, Bergmolche und Grasfrösche gerne Gärten, wie wir bei der Aktion „Amphibien am Gartenteich“ herausfanden, die wir im Jahr 2012 durchführten. Auch wenn die Aktion offiziell abgeschlossen ist, freuen wir uns auch weiterhin über Amphibienmeldungen aus Münchner Gärten.