Virginia-Depot

Die Biotopflächen im Virginia-Depot – F. Lücke

Das ehemals militärisch genutzte Gelände im Münchner Norden ist aus ökologischer aber auch aus historischer Sicht sehr interessant. Nachdem die Nationalsozialisten dort Getreidespeicher erbauten übernahm die Amerikanische Armee nach dem 2. Weltkrieg das Gelände (daher der Name). Zuletzt wurde das Gelände von der Bundeswehr genutzt, inzwischen tritt hier aber nur noch die Natur „zum Appell an“. Von 2003 bis 2011 haben wir mit Mäher, Rechen und viel Engagement die wertvollsten Biotopbereiche vor Nährstoffeintrag, Verfilzung und Verbuschung geschützt. Von 2011 bis 2015 wurde das Virginia-Depot im Rahmen eines Ausgleichflächenkonzeptes für benachbarte Bauprojekte ökologisch aufgewertet. Dadurch finden jetzt noch weitere schützenswerte Pflanzen und Tierarten einen Lebensraum. Man kann dort Graslilien, Fransenenziane und Acker-Wachtelweizen entdecken. Auf den Schotterböden fühlen sich Ödlandschrecken und Zauneidechsen zu Hause.

Im Früsommer finden Führungen auf dem Virginia-Depot statt.

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