Erlenzeisig – A. Limbrunner

 
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Erlenzeisig

Singt nicht nur vom zähen Ziegenfleisch

Name

Zeisig oder Erlenzeisig (Carduelis spinus)

Gefährdung und Schutz

Gefährdung: In Jahren mit wenigen Fichtenzapfen nimmt der Bestand ab, erholt sich im nächsten Jahr aber wieder. Insgesamt weiß man über den Zeisig noch viel zu wenig, Beobachtungen bei der Stunde der Wintervögel sind deshalb besonders wichtig. Schutz im Garten: Liebt Gärten mit Birken, Lärchen und Kiefern.

Bestand in Bayern

10.000– 70.000 Brutpaare

Besondere Kennzeichen

Gelbgrüner Fink mit dunkel längsgestreiften Flanken und auffällig spitzem „Pinzetten“-Schnabel. Männchen sind an Oberkopf und Kinn schwarz. Weibchen haben weniger gelbe Federn und wirken insgesamt unauffälliger. Achtung: Nicht mit dem größeren Grünling, der einen dicken Schnabel hat, verwechseln.

Besondere Eigenarten

Hängt oft kopfüber an Zapfen und zieht mit dem spitzen Schnabel Samen zwischen den einzelnen Schuppen heraus wie mit einer Pinzette.

Heimat im Sommer

Nadelwälder, Parkanlagen mit Fichten und Lichtungen. Besonders gerne hält er sich in der Nähe von Gewässern auf, da er oft sehr durstig ist.

Heimat im Winter

Pflegt bis Mai ein Vagabundenleben und zieht in großen Schwärmen in Deutschland umher. Dabei stößt auch manchmal der nordische Birkenzeisig hinzu, der in Deutschland überwintert.

Lieblingsplatz

Fichte voller Zapfen.

Freunde/ Feinde

Freunde: Die Zeisige halten zusammen und übermitteln sich gegenseitig Informationen über ertragreiche Nahrungsgebiete. Bei gutem Samenangebot kommt es zu großen Ansammlungen. Feinde: Manchmal geraten sie im Winter völlig entkräftet einer Katze in die Fänge. Selten werden sie Beute von Sperber und Waldkauz.

Vorlieben/ Leibspeisen

Leibspeise am Futterhaus: Mag besonders zerbrochene Erdnüsse am Erdnussspender. Leibspeise im Garten und Wald: Samen von Fichten, Erlen und Birken. Im Sommer werden Pollen und Nektar von Weiden bevorzugt, aber auch kleine Insekten wie Raupen oder Blattläuse.
Vorlieben:
Schönwettersänger. Bei gutem Wetter sangesfreudig, bei Regen und Kälte meist still.

Bester Ort für Beobachtung

Kann am besten im Winter am Futterhaus beobachten werden.

Höchstalter

Wird sehr alt, bis zu 11,5 Jahre. In Gefangenschaft sogar zwischen15 und 25 Jahre.

Typischer Gesang:

„Di- di- didl- didl- dä“ wird volkstümlich mit „Ziegenfleisch ist zäh“ übersetzt.
Hörprobe (in Lizenz von Edition Ample)