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Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

Auf der Langwieder und Allacher Heide leuchtet es orange aus den entlaubten Gebüschgruppen. Es sind die leuchtenden Früchte des Sanddorns, die die farbigen Tupfer in die Heide zaubern.
Der Sanddorn ist ein typisches Pioniergehölz auf sandigen Böden (Name!) oder auf dem Flussschotter der Alpenflüsse. Letzterer bildet den Untergrund der Münchner Ebene. Der Sanddorn hat sich perfekt an magere, trockene Standorte angepasst. Seine tiefen Wurzeln sichern ihm Zugang zu Grundwasser an oberflächlich trockenen Standorten. An den feinen Wurzelhaaren sitzen Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und für den Sanddorn verfügbar machen Sanddorn. Das verschafft diesem auf nährstoffarmen Standorten einen klaren Vorteil.
Außerdem mag es der Sanddorn sonnig, so wie auch viele andere typische Heidepflanzen.
Seine Dornen sind ein optimaler Schutz gegen Verbiss – so konnte er auch auf beweideten Flächen gegen Weidetiere behaupten.
Bei den Sanddornen gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Vorrangig mit dem Wind reisen die Pollen von den männlichen zu den weiblichen Blüten, die sich bei erfolgreicher Bestäubung zu den leuchtenden Früchten entwickeln. Diese wiederrum dienen im Winter als Nahrung für Vögel. Nachdem die im orangenen Mantel enthaltenen kleinen, glitschigen Nüsschen den Verdauungstrakt passiert haben, lassen sie sich von den Vögeln mit einer Portion Dünger an einem neuen Standort absetzen.
Die reifen Früchte zeichnen sich durch einen hohen Vitamin C-Gehalt aus und werden zur Gewinnung des bitteren Fruchtfleisches sogar in manchen Regionen in Plantagen kultiviert.
Bei uns aber ist das typische Heidegehölz selten geworden. Passende Standorte auf der Münchner Ebene gibt es kaum noch. Auf unseren Pflegeflächen z.B. in Allach, Langwied und Riem ist der Sanddorn noch zu finden.

Sanddornast voll mit Früchten (© E. Ehret).

Männlicher Zweig (© E. Ehret).

Weiblicher Zweig (© E. Ehret).