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Trollblume (Trollius europaeus)

Ein bisschen sieht es so aus, als wären die Blüten der Trollblume noch geschlossen. Doch von Mai bis Juni befinden wir uns mitten in ihrer Blühzeit, weiter öffnen sie sich nicht. Die gelbe Blüte mit ihren kugelig zusammenneigenden Blättern ist extra so konstruiert, dass nur sehr kleine Fliegen und Käfer hinein gelangen können. Beim Hineinkrabbeln bestäuben sie die Blume, im Gegenzug legen sie ihre Eier in der Blüte ab und die Larven ernähren sich von einem Teil der Samen. Das macht der Trollblume, die vielen als Butterblume bekannt ist, eigentlich nichts aus. Nur, wenn es zu viele gefräßige Larven in die Blüte schaffen, überwiegen die negativen Folgen des Fraßes den Bestäubungseffekt und die Blume kommt nicht zur Vermehrung.
Auf Bergwiesen sogar bis in Höhen von 3000 m kann man die gelbe Blume noch recht häufig zu Gesicht bekommen,  in den Tallagen wird die Pflanze in der Natur aber immer seltener. Bayernweit gilt sie schon als gefährdet. Das liegt vor allem an der Trockenlegung und Übernutzung vieler ehemals extensiv genutzter Frisch- und Feuchtwiesen. Denn die Trollblume braucht zum Überleben vor allem viele Nährstoffe und anhaltende Feuchte im Boden.
In München kann man diese geschützte Blume aber von Mai bis Juni dank unserer Pflege noch auf der Trollblumenwiese bewundern.

Trollblume in voller Blüte - E. Ehret

In guter Gesellschaft - E. Ehret