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Labkraut-Wiesenraute (Thalictrum simplex ssp. galioides)

Auf den ersten Blick sieht sie eigentlich nicht besonders spannend aus: mit ihren grüngelblichen kleinen Blüten sticht die Labkraut-Wiesenraute (Thalictrum simplex ssp. galioides) wahrlich nicht sofort ins Auge.  Und doch ist sie einer der größten Schätze, die Münchens Flora zu bieten hat! 

Früher war die Art im Raum München weiter verbreitet, mittlerweile finden wie sie jedoch in der Kategorie „stark gefährdet“ auf der Bayerischen Roten Liste. In München kommt sie nur noch in wenigen Gebieten vor, wie zum Beispiel auf den vom LBV gepflegten Flächen am Abfanggraben, im Aubinger Moos und auf der Regatta-Streuwiese.  

Wirklich auffällig ist die Laubkraut-Wiesenraute eigentlich nur in größeren Beständen. Dann sieht es aus, als ob eine luftige, zartgelbe Wolke über der Wiese schwebt.  Die Pflanze wird ca. 80 cm groß. Ihre Blütenstände setzen sich aus zahlreichen kleinen, nur rund 3mm großen Blüten zusammen. Hauptblütezeit in München ist der Juli, danach entwickeln sich die Samen: kleine gerippte Nüsschen die im September reif sind und oft gelborange aus den Wiesen leuchten. Die Art wächst am liebsten auf Moorwiesen und Kalkmagerrasen, auf wechselfeuchten bis –trockenen Lehm- oder Torfböden.

Seit 2008 - mit Start des Artenhilfsprogrammes Wiesenraute (gefördert vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München) - kümmert sich der LBV besonders um diese Art. Wir erproben verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Labkraut-Wiesenraute: Pflegemaßnahmen in bereits vorhandenen Beständen, aber auch wie man die Art erfolgreich auf anderen Flächen ansiedeln kann.

Blütenstand der Labkraut-Wiesenraute - Ch. Weiß

großer Bestand auf der Regatta-Streuwiese - U. Schwab

Labkraut-Wiesenraute eingewachsen in einen Bestand der konkurrenzkräftigeren Kanadischen Goldrute - U. Schwab