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Gekielter Lauch (Allium carinatum)

Der Gekielte Lauch ist mit dem Schnittlauch und auch dem Bärlauch verwandt, allerdings in der Natur viel seltener als diese. 

Die 30 bis 60 cm hohe Pflanze verbirgt ihre Überdauerungsorgane in der kalten Winterzeit gut geschützt als kleine Zwiebel unter der Erdoberfläche, Pflanzen mit einer solchen Wuchsform nennt man Geophyten. Die Blütezeit des Gekielten Lauchs ist im Juni bis Juli. Er bildet lilapurpurne, scheindoldige Blütenstände aus. Diese sind meistens unfruchtbar, wodurch der Lauch sehr selten Früchte trägt. Die Staubblätter sind auffällig lang und ragen weit aus der Blüte heraus. Weit weniger auffällig sind die Blätter der Pflanze. Diese sind nur etwa drei Millimeter breit, gekielt (daher der Name) und länglich geformt. 

Als Heilmittel wirkt der Gekielte Lauch vor allem verdauungsfördernd, der Saft der Pflanze wurde aber auch gegen Motten verwendet. Der Lebensraum dieser Pflanze sind Halbtrockenrasen, lichte Kiefernwälder oder Moorwiesen. Die sehr seltene Art ist in Bayern gefährdet (Rote Liste 3) und darf nicht in freier Natur gesammelt werden.


Gekielter Lauch: Lange Staubblätter bei vollständig geöffneter Blüte - E. Ehret

Die schöne Blüte des Gekielten Lauchs noch halb geschlossen - E. Ehret