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Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Synonym: Eberesche

max. Alter: 100−150 Jahre

Höhe: bis 18 m, vereinzelt bis 25 m

Vorkommen in München: vereinzelt in lichten Wäldern; Wald- und Wegränder, Brachflächen, Grünanlagen

Standort: geringe Bodenansprüche solange nicht zu trocken oder zu heiß

Besonderheit: Pioniergehölz, widerstandsfähig gegen Luftschadstoffe

 

Genau hingeschaut

  • Gefiederte, längliche Blätter mit 9–19 grob gesägten Fiedern, eschenähnlich, färbt sich im Herbst dunkelrot
  • weiße schirmförmige, unangenehm riechende Blüten
  • korall- bis scharlachrote Beeren

 

Hätten Sie’s gewusst?

Auch Vögel wissen die Beeren zu schätzen, zumal diese bis tief in den Winter hinein am Baum hängen bleiben und eine Art Notvorrat bilden. In früherer Zeit nutzte man die Beeren sogar als Köder beim Vogelfang, daher stammt auch der lateinische Artname aucuparia (aves = Vogel, capere = fangen). Aber diese Zeiten sind gottseidank vorbei.

Der Name Eberesche leitet sich von den eschenähnlichen Blättern ab. „Eber“ steht hier im Sinne von „aber“, wie bei Aberglaube. Eberesche bedeutet also quasi „falsche Esche“.

Die roten Beeren strotzen nur so vor Vitamin C. Unbewusst erkannte man das schon im Mittelalter und empfahl bei Skorbut oder bei Erkältungen die Einnahme von Vogelbeeren. Roh und in Übermaßen verzehrt können die Früchte allerdings Erbrechen oder sogar Nierenschädigungen hervorrufen, gekocht verleihen sie aber vielen Gerichten eine besondere Note.

 

Münchner Geschichten

Im Frühjahr 2011 pflanzte der LBV zusammen mit zwei Schulklassen auf einer von ihm betreuten Biotopfläche in Riem einen Vogelbeerhain aus 40 kleinen Bäumchen.

 

Vogelbeere im Olympiapark ©G. Maier

Zweig mit Früchten ©G. Maier

Blatte mit 13 Fiedern ©F. Lücke