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Tipps & Infos zur Nistkastenreinigung

München Stadt und Land

Warum reinigen? Die meisten Vögel bauen jedes Jahr ein neues Nest und können das alte nicht selbst entfernen. Im folgenden Jahr würden sie also ein neues Nest über ihr altes bauen. Räuber wie Marder könnten dann leichter Eier oder Küken „angeln“ … und irgendwann wäre der Nistkasten sehr verschmutzt – auch mit Parasiten wie Vogelflöhen oder Milben – und zu voll.

Es gibt Nisthilfen, die man nicht reinigt – z.B. die von Mauerseglern. Sie bauen ihr Leben lang an einem einzigen Nest, das man ihnen nicht wegnehmen darf. Schwalbennester dürfen auch nach der Brutzeit nicht entfernt werden. Sie sind ganzjährig geschützt und werden im Folgejahr von den Schwalben ausgebessert und wieder benutzt.

>> Übrigens: Unser Arbeitskreis Nistkästen pflegt und reinigt über 4.000 Nistkästen in und um München!

Wann reinigen? Ein Nistkasten sollte am besten im Herbst oder Winter bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt gereinigt werden. Wird der Nistkasten samt darin befindlichem Nest von einem Untermieter genutzt – z.B. von einem Siebenschläfer oder einer Waldmaus – verschließt man ihn wieder und reinigt im Frühjahr vor dem Beginn der Brutsaison im März.

Wie reinigen?

  • Wir empfehlen eine Nistkastenreinigung mit Mundschutz, Handschuhen und – vor allem bei hoch hängenden Kästen – mit Schutzbrille, damit Staub und potenzielle Krankheitserreger nicht eingeatmet werden oder in die Augen geraten
  • Kasten vorsichtig öffnen und auf Untermieter untersuchen – ist einer drin, wieder verschließen und erst im Frühjahr reinigen
  • Das alte Nest entfernen und entsorgen – z.B. im Hausmüll
  • Kasten gründlich auskehren, keine Chemikalien zur Reinigung einsetzen
  • Wieder verschließen und prüfen, ob alles sicher hängt

Tipp: Führen Sie Buch über Ihre Nistkästen: Welche Art hat gebrütet? Wie oft? Wie viele Jungvögel sind ausgeflogen? So können Sie die Entwicklung Ihrer Vogelgäste gut im Blick behalten.