Öko - Tipps

1. Schon mit ein paar „Sofortmaßnahmen“ können Sie Energie und Geld sparen. Achten Sie einfach darauf, nirgendwo unnötig Strom zu verbrauchen. Schalten Sie stets Licht und Geräte aus, sobald Sie nicht mehr benötigt werden. Heizen Sie nicht unnötig zum Fenster hinaus. Lieber einmal kräftig für fünf bis zehn Minuten Stoßlüften – das tauscht verbrauchte und feuchte Luft aus und vermeidet unnötige Energieverluste. Gleichzeitig wird das Raumklima verbessert und Schadstoffe werden abgeführt.

2. Im Wasser-Sparen sind die Deutschen Vorreiter. Jeder Bundesbürger verbraucht täglich  im Schnitt weniger als 130 Liter Wasser im Haushalt. Das ist allerdings nur ein geringer Bruchteil unseres tatsächlichen Wasserverbrauches. Das meiste Wasser verbrauchen wir indirekt über Produktionswege von Konsumgütern und Dienstleistungen. Der sogenannte „virtuelle“ Wasserverbrauch liegt im Schnitt bei 4000 Liter pro Person und Tag. Tipps, wie Sie Ihren virtuellen Wasserverbrauch eindämmen können, finden Sie unter www.virtuelles-wasser.de. Wasser-Sparen im Haushalt macht vor allem bei Warmwasser Sinn, denn hierfür wird Energie aufgebracht.

3. Beim Strom-Sparen lässt sich nicht nur der Energieverbrauch verringern, sondern gleichzeitig Geld sparen. Steckdosenleisten, der Energiesparmodus und das Abschalten von „Standby“-Schaltern sind die einfachsten und schnellsten Möglichkeiten zu einem geringeren Verbrauch. Achten Sie bei Neuanschaffungen von Elektrogeräten am besten gleich auf eine gute Effizienzklasse (alles zum EU-Label unter www.stromeffizienz.de).

4. Ein guter Wasserkocher bringt einen Liter Wasser problemlos in einer Minute zum Kochen – nur Gasherde und ansatzweise Induktionsherde können da mithalten. Ansonsten sind Wasserkocher die schnellste und stromsparendste Möglichkeit. Und nicht nur für Teewasser! Auch für Pasta, Eier und vieles mehr lohnt es sich, das Wasser im Wasserkocher vorzukochen und dann kochend in den Topf zu schütten!

5. Wer seinen Papierverbrauch reduziert (zum Beispiel durch beidseitiges Drucken) und Recyclingpapier nutzt, schützt die Wälder und reduziert die Belastung der Umwelt (siehe Tabelle). Achten Sie hierbei unbedingt auf das Zeichen „Blauer Engel“, denn nur dadurch wird 100 % Recycling garantiert (www.treffpunkt-recyclingpapier.de; www.papiernetz.de). Andere Siegel (wie beispielsweise das FSC- oder PEFC-Siegel) garantieren für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Wälder. Dennoch werden hier zur Holz- und Papiergewinnung Bäume gefällt. 

FrischfaserpapierRecyclingpapier
Rohstoff (kg)(Holz) ca. 3000(Altpapier) ca. 1100
Wasser (l)52 00020 500
Abwasser (kg)
Chemischer Sauerstoffbedarf
 175
 
Co² (kg)1060880
Energie (kWh)11 0004 000

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern e.V.

6. Lassen Sie das Auto mal stehen! Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Wenn Sie sich öfter an der frischen Luft bewegen, tun Sie auch gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit. Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt mit dem Auto zu fahren, dann fragen Sie doch mal bei den Kollegen oder bei einer Mitfahrzentrale nach: vielleicht lässt Sich eine Fahrgemeinschaft gründen. (www.carsharing.de; www.mitfahrzentrale.de). Durch ein bewusstes und vorausschauendes Fahren können Sie Ihren Kraftstoffverbrauch zusätzlich senken und etwas für Ihren Geldbeutel und das Klima tun. Tipps für ein kraftstoffsparendes Fahrverhalten finden sie unter www.vcd.org und www.uba.de

7. Wäschetrocknen: Back to the roots! Leine statt Trockner! Ein Wäschetrockner im Keller ist praktisch und trocknet die Wäsche schnell und zuverlässig; aber er benötigt auch sehr viel Energie. Eine Wiederbelebung des Wäscheständers und der guten alten Wäscheleine kann helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren! Es muss ja nicht immer sein. Wenn die Sonne scheint, der Wind weht und es nicht besonders eilt, kann eine Ladung Wäsche auf die Leine statt in die Trommel schon viel Energie sparen!

8. In Deutschland werden nach der Gesellschaft für Konsumforschung pro Jahr Lebensmittel im Wert von etwa 400 Euro pro Haushalt entsorgt. Ein  Großteil dieser Verschwendung könnte durch bewusstes Verbraucherverhalten reduziert werden. Dazu gilt es nur einige  kleine Regeln zu beachten:

  • bedarfsorientiert einkaufen und sich nicht von Sonderangeboten und Rabatten verleiten lassen
  • durch eine übersichtliche Lagerung können Lebensmittel nicht unbemerkt verderben
  • Nahrungsmittel, die nicht in absehbarer Zeit verbraucht werden, sind im Gefrierfach besser aufgehoben
  • Essensreste nicht wegwerfen, sondern im Kühl- oder Gefrierschrank aufbewahren und verzehren


9. Mit jedem zusätzlichen Grad Zimmertemperatur nimmt die Luftfeuchtigkeit ab, die Raumluft wird trockener. Dadurch empfindet man die Temperatur niedriger und dreht die Heizung noch höher. Das strapaziert nicht nur den Geldbeutel, sondern erhöht den klimaschädlichen CO2-Ausstoß. In einem Raum von 30 Quadratmetern sorgen schon drei bis sechs größere Zimmerpflanzen dafür, dass die ideale Luftfeuchtigkeit erreicht wird.

Weitere Informationen bietet der folgende Link: http://images.umweltberatung.at/htm/pflanzen_zur_raumluftverbesserung_infobl_garten.pdf

10. Bücher und Videos auszuleihen, gehört für viele bereits zum Alltag. Aber auch für Skiausrüstung, Abendgarderobe, Werkzeug oder Autos gibt es Ausleihsysteme, die Geld und vor allem Ressourcen sparen. So wird „Car-Sharing“ schon in etwa 250 deutschen Städten angeboten. Wenn man nicht täglich auf ein Auto angewiesen ist, kann man durch Car-Sharing viel Geld sparen (www.carsharing.de ,www.db-carsharing.de). Wer ab und zu mal eine Bohrmaschine oder andere Handwerksgerätschaften nutzt, findet im Baumarkt hochwertige Leihgeräte. Die Sportausrüstung für den Urlaub borgt man sich am besten vor Ort. So spart man sich auch den umständlichen Transport.

Es lohnt sich meistens, Familie und Freunde zu fragen und Secondhand-Läden sowie Kleinanzeigen zu durchstöbern, bevor man einen selten genutzten Gegenstand neu kauft.