Kräuterwerkstatt - A.Bilang

 
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Warum machen die LBV-Naturkindergruppen das?

Die Kindergruppen sind ein Projekt zur Entwicklung nachhaltiger Lebensstile. Jetzt mal ein bisschen „wissenschaftlich“, dann geht es aber auch wieder praxisnah weiter:

Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen über die Entdeckungen und Erlebnisse in der Nachhaltigkeitsbildung die Zusammenhänge des Lebens und die Auswirkungen von Veränderungen im Kreislauf des Lebens auf globaler Ebene darzustellen. 

Dabei entstehen Fragen, deren Antworten und Lösungen wir aus breitem Felde zusammentragen. Wir legen besonderen Wert darauf, dass die Kinder und Jugendlichen mitbestimmen und mitgestalten. Natürlich hat die Gruppenleitung immer ein Thema vorbereitet, welches weitestgehend von den Gruppenmitgliedern bestimmt wurde. Die Gruppe entscheidet aber auch gemeinsam, wie gelernt und erforscht wird (z.B. Experiment, Studie, Spiel), wie die daraus resultierenden Ergebnisse präsentiert und weitergegeben werden (z.B. Bericht, Ausstellung). Die Projektleitung und/oder die Gruppenleitung unterstützen bei der Umsetzung. Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die von den Kindern und Jugendlichen gemacht werden, helfen bei der Entwicklung von Gestaltungskompetenz.

„Gestaltungskompetenz - Was ist das?“ 

Gestaltungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen. Durch Analysen der Gegenwart und aus Zukunftsstudien werden Schlussfolgerungen über ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit gezogen. Die darauf basierenden Entscheidungen werden getroffen und können individuell, gemeinschaftlich und politisch umgesetzt werden.

„Und das sollen Kinder lernen, indem sie in der Natur spielen und Flora und Fauna entdecken?“

Gerade die Nachhaltigkeitsbildung in der Natur bietet den idealen Raum, Zusammenhänge zu verstehen. Auf diese Weise können die verschiedenen Teilkompetenzen hin zur Gestaltungskompetenz gefördert werden:

Die Kinder und Jugendlichen, die am Projekt beteiligt sind, lernen neue Perspektiven kennen und ihre Fähigkeiten zu nutzen. Sie entwickeln Spaß am Analysieren und Beurteilen. Sie üben Risiken, Gefahren und Unsicherheiten abzuwägen. Sie lernen globalgerecht und generationenübergreifend zu handeln und zu entscheiden. Die Kinder werden beim Spielen und Entdecken in der Natur dazu ermutigt, selbstständig zu planen. Dabei erfahren sie, dass man selbst aktiv werden und auch andere dazu motivieren kann. Durch Kooperationsspiele und Gemeinschaftsprojekte erproben sie aber auch gemeinsames Handeln, Planen und an kollektiven Entscheidungsprozessen teilzuhaben. Dabei können Konflikte entstehen, die bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass sie eigene und fremde Leitbilder reflektieren lernen, Vorstellung von Gerechtigkeit entwickeln und als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage nutzen.