M. Zubeck

 
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Ein kleiner Einblick in die Gruppenstunde

Jede Gruppenstunde beginnt mit einer Begrüßungsrunde, einem gruppenspezifischen Anfangsritual und dem Festlegen des eigentlichen Tagesthemas. Hier ist ein Naturgruppentag am Wasser beschrieben:

Ein kleiner Einblick in die Gruppenstunde am Beispiel „Wasser und globales Denken“

Wenn die LBV-Naturkindergruppen am Wasser forschen, gibt es viel zu erleben – aber auch viele neue Einsichten. Faszinierende Lebewesen und Unterwasserwelten können erforscht werden. Mit Becherlupe, Kescher, Eimer, Schwamm, Pinsel, Bestimmungsbüchern etc. sind wir gut ausgerüstet. Auch die Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter kommen auf ihre Kosten, da alle Themen altersgerecht aufbereitet werden. Unsere „Kleinen“ sind auch mit Becherlupe, Kescher etc. unterwegs, aber haben auch Freude mit „Batz und Matsch“. Wir bauen Wasserräder, Schiffe, Pipelines, wir filtern und vermengen – ach uns fällt da immer jede Menge ein – bis hin zur Wasserschlacht und zum „Steinchen hüpfen lassen“.

Die Kinder und Jugendlichen aus den Naturgruppen wollen nicht nur an der Oberfläche „pritscheln“. Darum tauchen wir in die Themen tiefer ein: Meistens erzählt die Gruppenleiterin oder der Gruppenleiter den Kindern auch eine kleine Geschichte oder hat sich ein Gemeinschaftsspiel ausgesucht, um das Thema auf eine weitere Weise zu beleuchten und Diskussionen anzuregen. Das kann uns noch viele Gruppenstunden beschäftigen, denn wenn wir uns überlegen, woher das Wasser kommt, welche Wege es nimmt, wofür wir Wasser brauchen, dann eröffnen sich viele weitere Fragen, deren Antworten wir suchen und dabei feststellen, das uns das ein oder andere so gefällt oder eben auch nicht gefällt.

Grund- und Trinkwasser werden z. B. durch Gifteinsatz in der Textilindustrie und durch konventionellen Ackerbau verunreinigt. Das hat vor allem in den ärmeren Ländern Auswirkungen auf Mensch und Natur, da dort der Grundwasser- und Umweltschutz oft sehr dürftig betrieben werden. Verantwortungslos geht man mit der Umwelt meist in den Gegenden um, in denen für uns Europäer Rohstoffe abgebaut und Güter preisgünstig produziert werden. Das sind oft die Gegenden, in denen Trinkwasser rar ist. Es wird deutlich, dass wir mit unserem Handeln auch verantwortlich für andere Menschen und deren Lebensqualität sind.

In solche Gespräche verfallen wir während unserer nachhaltigen gesunden Brotzeit oder auf dem Rückweg zum „Bring- und Abholplatz“. Die Naturgruppenkinder lassen sich dabei oft praxisrelevante Ideen einfallen, wie sie selbst einen Beitrag leisten können, um die Welt so zu gestalten, wie sie es sich wünschen.