Stunde der Wintervögel 2008 mit Rekordbeteiligung!
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Die große Beteiligung lässt noch differenziertere Ergebnisse zu als in den Vorjahren. Auch die Zählungen werden immer besser: So wurden die Arten heuer deutlich besser unterschieden - unbestimmbare Vögel wie Krähe, Drossel, Taube wurden seltener angegeben – auch die Beobachter gewinnen also neue Erkenntnisse! Bei so viel Engagement bleibt uns nur zu sagen: |
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Ein
paar Meldebögen gingen leider zu früh oder zu spät ein, um berücksichtigt zu
werden, und bei einigen wenigen gab es Leseprobleme. Die meisten Fragen
konnte das LBV-Team aber per Telefon klären. Übrigens: Alle Melder, die ihre
Adresse angegeben haben, bekommen die Ergebnisse per Post – unabhängig
davon, ob und wie viele Vögel sie gezählt haben! Denn auch heuer mussten uns
einige wenige Melder leider ein Null-Ergebnis präsentieren. Und so verteilen
sich die eingegangenen Meldungen auf die Zählbezirke: |
Kohlmeise bleibt auf Platz 1! Wie bereits in den letzten Jahren belegt auch heuer wieder die Kohlmeise den Platz 1 als häufigster Vogel. Als Überraschung könnte das Aufholen des Haussperlings gesehen werden: Er liegt nun auf Platz 2 und hat in den drei Jahren der Wintervogelzählung kontinuierlich zugelegt (siehe Tabelle1 und weitere Vogelarten). Die Ursache dafür liegt aber nicht in einer Erholung der Bestände in den Städten, sondern darin, dass die Zählbeteiligung im Umland und im Rest von Bayern steigt. Im eher ländlichen Bereich kann der Haussperling sich nämlich noch ganz gut halten. In Tabelle2 und Tabelle2a kann man sehen, wie das Vorkommen und die Anzahl der gesichteten Spatzen zur Stadtnähe hin deutlich abnehmen; während in der Stadt im Durchschnitt nur 1 Spatz pro Beobachtung gesichtet wird, sind es im ländlichen Bereich 9 und mehr Spatzen pro Meldebogen. Also keine Entwarnung für den Rückgang der Haussperlinge, sondern ein deutlicher Beweis für deren Probleme in der Stadt! Das Gegenteil kann man bei Buntspecht und der Rabenkrähe erkennen: Dass letztere ein paar Plätze zugelegt hat, liegt an den exakten Artangaben der Zähler. Während in den Vorjahren viele als „Krähen“ nicht näher definierte Zählungen unbewertet bleiben mussten, konnten wir heuer viele genaue Angaben aufnehmen – und so rückt die Rabenkrähe auf Platz 17 vor. Aus Tabelle3 lässt sich lesen: Beide Arten fühlen sich wohl in der Stadt. Während dies beim Buntspecht vor allem auf das Vorhandensein älterer Gehölzbestände zurückzuführen ist, ist bei der Rabenkrähe die Bejagung außerhalb der städtischen Bereiche für deren Umzug in die Stadt verantwortlich. Dies beweist, dass die Bejagung nur zu einer Verlagerung der Bestände führt – nicht nur bei der Rabenkrähe, sondern auch bei der Elster übrigens. Die Vogel-Hitparade
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vertreten. Und auch eine andere Vogelart hat zur Nahrungssuche vermehrt die Futterhäuschen in der Stadt aufgesucht: Erlenzeisige wurden heuer von vielen Beobachtern gesichtet, oft in größeren Gruppen. Und nicht selten waren sie in Begleitung von Stieglitz und Dompfaff, allesamt eher seltene Gäste in München. |
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und
Afrika. Seit etwa 10 Jahren tut er das auch in Frankreich. Für das alpennahe
und eigentlich kalte München kann die Beobachtung der Kraniche am 6. Januar
als Sensation gelten. Der zweite milde Winter in Folge wirkte sich auch auf unsere Zugvögel aus. Kurz gesagt – immer mehr von ihnen bleiben daheim. Vom Hausrotschwanz, der früher ausschließlich im Mittelmeergebiet und Nordafrika überwinterte, wurden 50 Individuen gezählt. Ähnlich spannend zeigt sich das Ergebnis bei den Mönchsgrasmücken. Vor etwa 15 Jahren war es eine Sensation für Ornithologen, dass diese Vögel nicht nur am Mittelmeer, sondern auch im wintermilden England zu überwintern begannen. Nun wurde die Mönchsgrasmücke mitten im Winter schon 32mal aus dem Großraum München gemeldet. Den Zaunkönig, der früher fast komplett aus Südbayern abzog, mag man schon gar nicht mehr als Zugvogel bezeichnen. 391mal wurde er bei der Stunde der Wintervögel festgestellt. |
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