Stunde der Wintervögel - Steckbriefe: Star (Sturnus vulgaris)
![]() Stare Foto: Limbrunner |
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Bestand in Bayern |
400.000 bis 600.000 Brutpaare |
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Gefährdung und Schutz |
In Bayern sind Stare nicht gefährdet, lokal und regional nehmen die Bestände jedoch ab. Starennistkästen und etwas Fallobst im Garten wissen die Vögel zu schätzen. |
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Aussehen |
Stare sind fast amselgroß, kurzschwänzig und untersetzt. Ihr Gefieder ist schwarz, metallisch glänzend mit feinen weißen Tüpfeln. Schnabel und Beine sind gelb. |
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Charakteristisches Verhalten |
Stare zeigen ein besonders auffälliges Balzverhalten, bei dem das Männchen mit gesträubtem Kehlgefieder und heftig rudernden Flügeln seinen Gesang vorträgt. Bei der Nahrungssuche trippeln sie schnell und geschäftig, mit nickenden Kopfbewegungen und wackelndem Gang auf Wiesen umher und stochern hektisch im Boden herum. Auffällig sind die Formationsflüge von Starenschwärmen. |
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Vorkommen im Sommer und Winter |
Stare sind klassische Zugvögel mit Überwinterungsgebiet in Südeuropa und Nordafrika. In wärmeren Gegenden Mitteleuropas überwintern sie jedoch - zunehmend auch bei uns. Stare besiedeln unterschiedlichste Lebensräume wie lichte Wälder, Kulturland, Parks und Gärten, wenn geeignete Brutmöglichkeiten und offene Flächen mit niedriger Vegetation zur Nahrungssuche vorhanden sind. Stare kehren schon im Februar aus ihren Überwinterungsgebieten zurück und werden dann oft von Spätwintereinbrüchen überrascht. |
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Beobachtungsmöglichkeit |
Am schönsten zu beobachten sind Stare auf dem Dach eines Starenkastens bei der Balz. Ansonsten kann man sie bei der Nahrungssuche auf Wiesen sehen, oder im Spätsommer, wenn sie sich auf Leitungsdrähten zum Zug sammeln. |
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Freunde und Feinde |
Stare sind sehr gesellig, man sieht sie meist in größeren Schwärmen mit Artgenossen. Sie sind häufige Opfer des Vogelfangs in südlichen Ländern, wo sie als willkommene Bereicherung des Speiseplans angesehen werden. Wegen der Schäden, die Starenschwärme in Landwirtschaft und Obstanbau anrichten, werden sie vielerorts mit Schreckschuss- und Lautanlagen verjagt. Als Massenvögel gehören sie zum Beutespektrum fast aller Greifvögel und Eulen, und auch im Maul von Katzen endet so mancher Star. |
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Nahrung und Vorlieben |
Im Frühjahr verzehren Stare meist Insekten und deren Larven, die manchmal aus dem Rückenfell von Schafen und anderen Weidetieren geholt werden. Im Sommer stehen dagegen Früchte und Beeren auf dem Speiseplan, am Futterhaus freuen sie sich über Haferflocken, Nussstücke, Sämereien und Obst, die sie am liebsten in Bodennähe aufnehmen. |
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Alter |
Die meisten Stare werden nur etwa 2 - 3 Jahre alt. Dennoch gibt es Altersrekordler mit 20, 21 und 22 Jahren. |
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Typischer Gesang |
Stare
geben ein abwechslungsreiches Geplauder aus knackenden, pfeifenden und
schnarrenden Tönen von sich. Daneben sind sie perfekte Stimmenimitatoren;
nicht nur die Gesänge anderer Vögel, auch Handytöne, Alarmanlagen oder
Rasenmähergeräusche werden täuschend ähnlich nachgemacht. An erleuchteten
Großstadtschlafplätzen singen sie bis in die Nacht hinein. |