Stunde der Wintervögel - Steckbriefe: Haussperling


Haussperling Männchen  Foto: Limbrunner
 

Name

Haussperling (Passer domesticus) - Spatz

Gefährdung und Schutz

Gefährdung: in Städten durch Brutplatzverlust (Gebäudesanierungen) und Bodenversiegelung selten geworden. Kommt im Zentrum Münchens so gut wie nicht mehr vor. Schutz: Offenhalten von Spalten an Gebäuden, mehr Kräuter, Gräser, Hecken und Wandbegrünungen im Siedlungsbereich, Verzicht auf Pestizideinsatz in der Landwirtschaft.

Bestand in Bayern

1 500.000 bis 2 500.000 Brutpaare

Besondere Kennzeichen

Braunbeiges Gefieder am Bauch, Rücken braunrot und schwarz gestreift. Nur Männchen mit grauer Kopfplatte und schwarzer Kehle.
Leicht zu verwechseln mit Feldsperling

Besondere Eigenarten

Sehr gesellig: brütet, schläft und frisst in Trupps. Verhält sich am Futterhaus streitsüchtig anderen Vögeln gegenüber, wird aber dem Menschen gegenüber leicht zahm und frisst sogar aus der Hand.

Heimat im Sommer

Typischer Kulturfolger mit Bindung an den Menschen, lebt im Bereich menschlicher Siedlungen und Einzelgebäude

Heimat Im Winter

Bleibt im Winter bei uns. Nur Jungvögel ziehen auf der Suche nach neuen Revieren über größere Strecken. Im Alpenraum werden Hütten im Winter dann verlassen, wenn auch die Menschen sie verlassen.

Lieblingsplatz

In dichten Hecken in der Nähe von Gebäuden und Feldern oder auf staubigem Untergrund beim Staubbad.

Freunde/Feinde

Freunde: andere Spatzen und Menschen, die das Verschwinden der Spatzen in den Städten bedauern. Feinde: Gebäudesanierer, die sich nicht kostenlos vom LBV über einen spatzenfreundlichen Hausumbau informieren lassen.

Vorlieben/Leibspeise

Leibspeise am Futterhaus:
Sonnenblumenkerne, Mais, Hirse und anderes Körnerfutter
Leibspeise im Sommer:
Getreide, Samen von Gräsern und Wildkräutern, Insekten, auch Beeren, z.B. vom Holunder
Vorlieben:
badet mit Leidenschaft in Wasser und Staub.

Bester Ort für Beobachtung

Im Sommer im Lieblingsbiergarten. Falls es dort schon keine mehr gibt, ist das Cafe am Hofgarten in München eine sichere Alternative.

Höchstalter

Älteste Exemplare fast 14 Jahre, Wildvögel meist nur 3 bis 5 Jahre

Typischer Gesang

Er pfeift gern von den Dächern.
Hörprobe (in Lizenz von Edition Ample)