Sommervögel: Rauchschwalbe – Des Bauern liebster Fliegenfänger

Rauchschwalbe    Foto: A. Limbrunner

Name

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Gefährdung und Schutz

Gefährdung: noch weit verbreitet, aber die Bestände nehmen in weiten Teilen Europas durch Umbau alter Ställe und Versiegelung der Landschaft ab. Vorwarnart der Roten Liste.
Schutz in und an Gebäuden:
Nistbrettchen und Kunstnester werden gerne angenommen; Fenster an Nebengebäuden im Sommer offenhalten, aber Zugluft im Stall vermeiden.

Bestand in Bayern

200.000 – 300.000 Brutpaare

Besondere Kennzeichen

Metallisch glänzende blauschwarze Oberseite und Kopf; Unterseite weißlich, Stirn, Kinn und Kehle sind rot gefärbt. Auffallend sind die langen Schwanzspieße, die beim Männchen dreimal so lange sind wie beim Weibchen. Je länger sie sind, desto mehr Chancen hat der Rauchschwälberich bei den Damen.

Besondere Eigenarten

Nach der Begattung bewachen die Männchen die Weibchen, damit sie nicht fremdgehen – was diese trotzdem versuchen. Brutfähigkeit wurde selbst bei 11-jährigen Vögeln noch nachgewiesen

Nest und Junge

Bauen ein Nest aus Lehm, Stroh und Speichel an die Innenwände von Gebäuden, meist dicht unter der Decke. Am liebsten in Ställen, aber auch in Hauseingängen, Tordurchfahrten oder Werkshallen. Sie halten gerne ein wenig Abstand zu den Artgenossen.
Rauchschwalben ziehen bis zu dreimal im Jahr Junge groß.

Heimat im Sommer

Hält sich gerne in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben und Reiterhöfen auf.

Heimat im Winter

Zum Überwintern fliegen die Rauchschwalben dahin, wo es schön warm ist: Nach Südafrika! Rauchschwalben sind die am weitesten ziehenden Singvögel Mitteleuropas. Obwohl sie so weit verreisen, verbringen sie über ein halbes Jahr bei uns.

Lieblingsplatz

Im Herbst auf Leitungsdrähten in Gemeinschaft anderer Schwalben oder bei Regen im warmen Kuhstall, wo man Insekten jagen kann.

Freunde/Feinde

Freunde: Biolandwirte, die die Fenster ihrer Viehställe im Sommer offen lassen und auf Insektenvernichtungsmittel am Acker verzichten.
Feinde: Greifvögel wie Habicht, Sperber und Falken, aber auch Katzen.

Vorlieben/Leibspeise

Ernährt sich hauptsächlich von fliegenden Insekten wie Mücken, Fliegen, Blattläusen.

Bester Ort für Beobachtung

In der Nähe von Bauernhöfen oder Pferdeställen. Bei Schlechtwetterlagen auch über Wasserflächen, wo sie gemeinsam mit Mehlschwalben und Mauerseglern jagen.

Höchstalter

In Freiheit lebende Tiere können bis zu 16 mal ihren Geburtstag feiern!

Typischer Gesang

Ein schwafelndes Zwitschern, das auch im Flug fast ununterbrochen ausgestoßen wird.
Hörprobe

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