Sommervögel: Mönchsgrasmücke – der Vogel mit der Mönchskappe

Mönchsgrasmücke  Foto: Dr. A. Prestele

Name

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

Gefährdung und Schutz

Gefährdung: In Mitteleuropa häufig anzutreffende Art; nicht gefährdet.
Schutz: Hecken, Büsche und Kleinstrukturen erhalten.

Bestand in Bayern

500.000 – 1.000.000 Brutpaare

Besondere Kennzeichen

Kleiner und schlanker Vogel mit grauem Gefieder; die Oberseite ist bräunlich, die Unterseite heller. Männliche Vögel tragen eine charakteristische schwarze, Weibchen und Jungvögel eine rostrote Kappe.

Besondere Eigenarten

Das schüsselförmige Nest wird nur knapp oberhalb des Bodens errichtet, meistens in Sträuchern oder Brennnesseln. Charakteristisch ist auch der schnelle und geradlinige Flug.
Vor allem an Mönchsgrasmücken wurde das Verhalten von Zugvögeln erforscht.

Nest und Junge

Die Männchen sind es, die mit dem „Haus-“bau beginnen, allerdings stellen diese sie nur zu einem Drittel fertig. Ist die Partnerwahl erfolgt, sucht sich das Weibchen eines der begonnenen „Wahlnester“ aus und baut es mithilfe des Männchens fertig. Beim Nestbau wird auf eine warme und geschützte Lage geachtet. 

Heimat im Sommer

Unterholzreiche Wälder, alle Habitate von Auwäldern über Laub- und Mischwälder, Gärten, Parks, Hecken in Feldern.

Heimat im Winter

Süd- und Westeuropa sowie Nord-, West- und Ostafrika. Mönchsgrasmücken testen aber auch immer wieder, ob sie den Winter nicht bei uns verbringen können – in England gibt es bereits Mönchsgrasmücken, die nicht mehr wegziehen.

Lieblingsplatz

Im Halbschatten lichter Laubgehölze, am liebsten überwuchert von Efeu.

Freunde/Feinde

Freunde: Gartenbesitzer mit fruchttragenden Sträuchern, Gebüschen oder Staudenfluren.
Feinde: Katzen, Füchse; Greifvögel

Vorlieben/Leibspeise

Das „Lieblingsgericht“ des frommen Gesellen besteht im Sommer aus diversen Spinnen sowie Insekten und deren Larven; im Herbst wird er zum Vegetarier und frisst hauptsächlich Früchte und Beeren.

Bester Ort für Beobachtung

Gut beobachtbar ist der Vogel in Parks und Gärten, vor allem in Hecken heimischer Gehölze.

Höchstalter

In Gefangenschaft gehaltene Vögel können durchaus 8 Jahre alt werden; für ein Individuum wurde sogar ein Alter von 12 Jahren registriert.

Typischer Gesang

Der Gesang beginnt stets mit leisen schwätzenden Lauten, wobei auch andere Vögel imitiert werden. Im Anschluss daran wird lautstark die Arie geschmettert. Hörprobe