Sommervögel: Mauersegler – im Gleitflug durch die Lüfte

Mauersegler Foto: Sylvia Weber

Name

Mauersegler (Apus apus)

Gefährdung und Schutz

Gefährdung: Der Mauersegler ist noch ein häufiger Brutvogel; steht aber in Bayern bereits auf der Vorwarnliste. Gefährdung vor allem durch  Renovierungsarbeiten an Gebäuden und das sinkende Angebot an Brutplätzen.
Schutz in Städten: Rücksichtnahme bei Sanierungen, Anbieten künstlicher Nisthilfen

Bestand in Bayern

25.000 – 75.000 Brutpaare

Besondere Kennzeichen

Größer als unsere Schwalben; markant sind die langen und sichelförmigen Flügel sowie der gegabelte Schwanz. Bis auf die weißliche Kehle ist das Gefieder schwarzbraun.

Besondere Eigenarten

Ein Luftakrobat: Fliegt bis zu 200 km/h schnell und kann sogar in der Luft übernachten. Abends veranstalten Mauersegler bei gutem Wetter soziale Flugspiele mit lauten Rufen rund um Häuser und durch die Stadtstraßen.

Nest und Junge

Brütet in Kolonien in dunklen Nischen an Gebäuden, unter dem Dach. Das Nistmaterial wird im Flug gesammelt und mit Speichel zu einer kleinen Nestmulde verklebt; ein Mauerseglerpaar arbeitet ein Leben lang am Ausbau dieses Nestes.
Den Jungen wird es im Sommer oft zu heiß unterm Dach: Sie springen dann herunter, obwohl sie noch nicht fliegen können.

Heimat im Sommer

Städte und Siedlungen in ganz Europa

Heimat im Winter

Südafrika – südlich der Sahara

Lieblingsplatz

Die Luft! Denn Mauersegler machen außer brüten alles im Flug…

Freunde/Feinde

Freunde: Der LBV, denn der betreibt ein Schutzprojekt für den Mauersegler (mehr) Hausbesitzer, die im Winter sanieren und dabei die Zugänge zu den Nistplätzen nicht verschließen.
Feinde: Wander- und Baumfalke; die eigenen Artgenossen in der Bruthöhle; sommerliche Sanierer und ihre Baugerüste.

Vorlieben/Leibspeise

frisst gerne fliegende Insekten und Spinnentiere; auf seinem Speiseplan stehen über 500 verschiedene Arten, die er allesamt im Flug erbeutet.

Bester Ort für Beobachtung

Häufig in Altbauvierteln rund um hohe Bauwerke zu sehen!

Höchstalter

Durchschnittsalter in der Natur 5 bis 8 Jahre. Der älteste beringte Vogel wurde 21 Jahre alt.

Typischer Gesang

Ein lautes und durchdringendes sriiih, das an lauen Sommerabenden sogar den Verkehrslärm übertönt. Hörprobe

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