Sommervögel: Hausrotschwanz – Frühmorgendlicher Sänger mit Frosch im Hals
![]() Hausrotschwanz Foto: Alfred Limbrunner |
|
Name |
Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) |
|
Gefährdung und Schutz |
Gefährdung: sehr
häufiger Sommervogel; nicht gefährdet! |
|
Bestand in Bayern |
50.000 – 100.000 Brutpaare |
|
Besondere Kennzeichen |
Männchen haben schwarzes Gefieder, Weibchen sind eher graubraun – bei beiden Geschlechtern fällt die rostrote Schwanzunterseite auf – vor allem, wenn der Vogel wegfliegt. |
|
Besondere Eigenarten |
Hausrotschwänze können nicht stillsitzen: Sie zittern oft mit dem Schwanz und gehen in die Knie dabei, das so genannte „Knicksen“. |
|
Nest und Junge |
Beim Hausrotschwanz ist Brüten Frauensache. Erst wenn die Jungen geschlüpft sind, taucht der Papa wieder auf – um die Brut zu füttern. In der Zwischenzeit hat er womöglich bereits eine zweite Liaison geknüpft. |
|
Heimat im Sommer |
Hält sich gerne an Stein- und Holzbauten auf. Weil er ursprünglich Felsbrüter ist, fühlt er sich auch auf Baustellen oder in der Innenstadt wohl und versucht schon mal, in Tiefgaragen zu brüten – Hauptsache, es ist schön steinig! |
|
Heimat Im Winter |
Mittelmeerküste und –inseln (Italien; Griechenland; Anatolien; Nord-Afrika) |
|
Lieblingsplatz |
Als „Wartenjäger“ ist der Hausrotschwanz oft auf Zaunpfosten, Mauern, oder auch an Dachrinnen zu sehen. |
|
Freunde/Feinde |
Freunde:
Hausbesitzer, die ihm ein Nistbrettchen unters Dach bauen und ihre
Dachbalken und Mauernischen zur Brut offenhalten. |
|
Vorlieben/Leibspeise |
Als besondere Leckerbissen werden Spinnen, aber auch alle Stadien von Käfern, Schmetterlingen sowie von Zwei- und Hautflüglern verspeist. Im Herbst genießt das Leckermaul auch Beeren. |
|
Bester Ort für Beobachtung |
vegetationsarme Plätze, auf welchen die Nahrung gesucht wird (z. B. Schotter- und Bauplätze oder Verkehrsanlagen). Zur Brutzeit in allen Siedlungen sowie an Felswänden und in Steinbrüchen zu beobachten. |
|
Höchstalter |
beringte Vögel wurden bereits bis zu 10 Jahre alt! |
|
Typischer Gesang |
Hausrotschwänze sind die ersten, die den frühen Morgen mit ihrem Gesang begrüßen. Sie beginnen ihr Lied mit einem gepressten Krächzen, dem dann die eigentliche Gesangsstrophe nachfolgt – es klingt, als müsste sich der Vogel erst räuspern, bevor er loslegt – kein Wunder, so früh am Morgen! Hörprobe 100 Vögel - 100 Stimmen -
100 Projekte. Die Vogelstimmen-CD zum 100jährigen Jubiläum des LBV. Bestellen
|