Sommervögel: Grauschnäpper – Sommergast für kurze Zeit

Grauschnäpper   Foto: Alfred Limbrunner

Name

Grauschnäpper (Muscicapa striata)

Gefährdung und Schutz

Gefährdung: In Europa nehmen die Bestände zunehmend ab. Ursache sind ungünstige klimatische Verhältnisse in den Brutgebieten und in den Winterquartieren. In Bayern gilt der Grauschnäpper jedoch als nicht gefährdet.
Schutz im Garten: Nistkästen anbieten, Insekten fördern. Neupflanzung von Gehölzen und Fassadengrün

Bestand in Bayern

40.000 – 80.000 Brutpaare

Besondere Kennzeichen

Der ganze Vogel wirkt eigentlich eher unscheinbar grau-beige. Erspäht man ihn mit dem Fernglas, fallen die großen schwarzen Augen auf.

Besondere Eigenarten

Beim Sitzen zucken Grauschnäpper oft mit Schwanz und Flügeln. Wahrscheinlich können sie es auf ihrem Ansitz gar nicht mehr erwarten, auf das nächste Insekt loszujagen. Im Flug zeigen sie dann allerhand Drehungen und Wendungen, wie kleine Zirkusakrobaten. Egal, ob die Jagd erfolgreich war oder nicht: Er kehrt fast immer auf seine Sitzwarte zurück.

Nest und Junge

Nester werden bevorzugt an Schadstellen in Bäumen gebaut: Astgabeln, Frostrisse oder ausgefaulte Astlöcher. Er nutzt aber auch Nischen an Stein- und Holzgebäuden, vor allem wenn sie dicht mit Efeu oder anderem Grün bewachsen sind.

Heimat im Sommer

lichte Laub- und Nadelwälder, Grünanlagen, Parks

Heimat im Winter

In Afrika südlich der Sahara

Lieblingsplatz

Hält sich gerne in Parks und Grünanlagen auf, mag aber auch Waldränder und Lichtungen sehr gern.

Freunde/Feinde

Freunde: Menschen, die ihm Höhlen- und Nischenbrüterkästen anbieten – und zwar erst im Mai, denn sonst sind sie schon von anderen Vögeln besetzt.
Feinde: Zunehmende Bodenversiegelung und Menschen, die Fassadenbegrünungen und Efeu von den Bäumen entfernen.

Vorlieben/Leibspeise

Verzehrt werden am liebsten fliegende Insekten, aber auch Tagschmetterlinge sowie Hummeln, Heuschrecken und Käfer. Die Beute wird in einem kurzen Stoßflug ergattert. Im Herbst werden auch ab und zu ein paar Beeren genascht.

Bester Ort für Beobachtung

Gut auf Sitzwarten wie beispielsweise Zweigen beobachtbar. Man muss sich aber sputen, denn er ist nur ab Mitte Mai für drei Monate bei uns, dann begibt er sich schon wieder auf seine weite Reise nach Afrika.

Höchstalter

Die ältesten Ringvögel erreichten ein Senioren- Alter von über 9 Jahren.

Typischer Gesang

Leise, hohe Zit-Laute, die man im Trubel der Stadt schwer hört.